Statement: Gender-Studies in der Diskussion

Die Gender-Studies sind ein plurales, inter- und transdisziplinäres Wissenschaftsfeld. Hervorgegangen aus Frauenbewegungen und zuerst institutionalisiert als Frauen- und Geschlechterforschung, umfassen die Gender-Studies heute Analysen z.B. zur biopolitischen Regulierung von Geschlecht, zur intersektionalen Verschränkung von Migration und Geschlecht, zu LGBT*I*Q* Lebensformen und zur ungleichen Bezahlung von Arbeit. Ebenso werden Gleichstellungspolitiken analysiert, eine geschlechtsdifferenzierende Gesundheitsvorsorge entworfen oder stereotype Geschlechterdarstellungen in der populären Kultur betrachtet. Dieser Vielstimmigkeit und Vielgestaltigkeit der Gender-Studies Rechnung zu tragen, sie sichtbar zu machen und zu unterstützen, war und ist das Anliegen der 2010 gegründeten Fachgesellschaft Geschlechterstudien. Geschlechterforschung steht für eine breite, diverse und diversifizierende wissenschaftliche Arbeit. Wie jede andere Forschungsrichtung benötigt sie Forschungs- und Lehrstrukturen in Form wissenschaftlicher Institutionalisierung.

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Pressemitteilung zur Konferenz

„Aktuelle Herausforderungen der Geschlechterforschung“ vom 28. Sept. bis 30. Sept. 2017 an der Universität zu Köln

Die Gender Studies stellen sich aktuellen Herausforderungen! Die erste gemeinsame Konferenz der deutschen, österreichischen und schweizerischen Fachgesellschaften für Geschlechterforschung debattiert Fragen der Gegenwartsanalyse und der Zukunft ihres Wissenschaftsfeldes.

Die Gender Studies werden derzeit in der medialen und politischen Öffentlichkeit breit und kontrovers debattiert. Dies reicht von informierten Diskussionen über die Veränderungen von Wissenschafts-, Hochschul- und Forschungsstrukturen bis hin zu Unterstellungen und populistischen Verzerrungen. Diese treffen allerdings nicht allein die Geschlechterforschung, sondern auch wissenschaftliche Praxis allgemein.

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Stellungnahmen und Neuerscheinungen

Der Vorstand der Fachgesellschaft Geschlechterstudien begrüßt die Stellungnahme von S. Hark und J. Butler sehr und teilt sie inhaltlich vollständig. Die FG weist die Verunglimpfungen der Kolleg_innen in der Emma-Publikation entschieden zurück und wird auf der Konferenz Aktuelle Herausforderungen der Geschlechterforschung in Köln die gegenwärtigen Angriffe erörtern.

Zusätzlich weist der Vorstand der Fachgesellschaft Geschlechterstudien auf zwei Neuerscheinungen und eine Stellungnahme hin: