Neuerscheinung: Prekäre Privilegien – Wie Ingenieur_innen ihren Alltag gestalten (Open Access)

Guten Tag,

ich möchte gerne das Erscheinen meiner Dissertation über den Newsletter der FG Gender Studies bekanntgeben:

„Prekäre Privilegien – Wie Ingenieur_innen ihren Alltag gestalten“ ist eine qualitative arbeits- und geschlechtersoziologische Studie zu den Interessen und Vereinbarkeitspraxen von hochqualifizierten Industrieangestellten. Die Ergebnisse zeigen unter anderem, dass die Wahrnehmung der eigenen privilegierten sozialen Lage und Handlungsmöglichkeiten mit einer hohen Bereitschaft zu Selbstbeschränkungen bei der Realisierung eigener Interessen in Beruf, Familie und anderen Lebensbereichen einhergeht. Dazu gehört auch, sexistische Strukturen in den Fachkulturen der Ingenieurberufe zu dethematisieren bzw. zu relativieren. Die Studie zeigt die vielfältigen Formen auf, in denen dies in subjektive Positionierungen und in Alltagsarrangements übersetzt wird. Die empirischen Befunde werden mit einem intersektionalen Fokus auf soziale Ungleichheit vertieft.

Die Veröffentlichung ist online zugänglich:

https://tubdok.tub.tuhh.de/handle/11420/1702

Mit freundlichen Grüßen

Jette Hausotter

Gastherausgeber*innen für das Journal of Lesbian Studies gesucht

Liebe Mitglieder der FG Gender,
eine Kollegin, mit der ich eine Sonderausgabe des Journal of Lesbian Studies vorbereitet hatte, hat mir folgenden Aufruf mit der Bitte um Verbreitung weitergeleitet.
Mit besten Grüßen
Dr. Lüder Tietz
CVO Universität Oldenburg
I’m emailing you as a former member of the editorial board of the Journal of Lesbian Studies.  Right now I’m preparing thematic issues for the year 2020, as I have found that it takes most guest editors about 18 months to go from the original idea to the final manuscripts.
I’m particularly interested in encouraging junior academics to guest edit thematic issues, as well as faculty (junior or senior) at smaller colleges.  I’m also looking for potential guest editors outside the U.S. Do you have any suggestions? If so, I would send them my very detailed guest editor memo.
Two topics I’m particularly interested in right now are (1) lesbians and multiple identities and (2) families of choice.  But there are many other topics that JLS has not yet covered, and I’m open to those.
Thanks for your assistance.  Warm regards, Esther
Esther D. Rothblum, Ph.D.
Professor of Women’s Studies
San Diego State University
Mail Code 6030
5500 Campanile Drive
San Diego, CA 92182, USA
619-594-6662 (office)

CfP Theater* in queerem Alltag und Aktivismus der 1970er und 1980er Jahre (Frist 15.9.18)

Berlin, 11.-12.10.2019
Organisation: Prof. Dr. Jenny Schrödl (FU Berlin), Dr. Eike Wittrock (Universität Hildesheim)

Der Call for Papers (PDF-Dokument) richtet sich explizit an Nachwuchswissenschaftler*innen aus der Theater-, Tanz- und Kulturwissenschaft, Kunstgeschichte, Geschichte, Queer und Gender
Studies. Beitragsvorschläge in Form eines kurzen Abstracts im Umfang von ca. 2.500 Zeichen (inkl. Leerzeichen) sowie einer Kurzvita (ca. 1.000 Zeichen) senden Sie bitte bis zum 15. September 2018 an:
j.schroedl [at] fu-berlin.de
wittrock [at] uni-hildesheim.de

Tagung: Zwischenräume – Geschlecht, Diversität und Identität im Comic

13. Wissenschaftstagung der Gesellschaft für Comicforschung (ComFor) vom 17. bis 19. September 2018, Universität zu Köln

Der Comic ist über Dekaden hinweg als populärkulturelles Massenphänomen wahrgenommen worden, das (geschlechter-)stereotype Darstellungen manifestiert und damit gesellschaftlich fest- und fortschreibt. So gehört etwa das Bild des besonders hilflosen, passiven, dafür aber umso attraktiveren weiblichen Opfers genauso zum Repertoire des Darstellungskanons wie die Repräsentation eines strahlenden, weißen, heterosexuellen, muskulösen Helden, dessen Hauptaufgabe darin besteht, die Welt und ihre Bewohner*innen vor unsäglichem Unheil zu bewahren. In diesem Sinne scheint sich der Comic also nicht zwingend von anderen (massen-)medialen Formen zu unterscheiden, die im Zeitalter der technischen Reproduzierbarkeit eine Tendenz zur Verallgemeinerung und zum Klischee aufweisen. Auch die Reaktionen auf die weltweiten Anti-Comic-Kampagnen der 1950er-Jahre und die damit einhergehende Selbstzensur vieler Comicverlage verweisen aus historischer Perspektive exemplarisch auf heteronormative und oftmals xenophobe Tendenzen der massenmedialen Comic-Kultur, die sich lange in der Demographie ihrer Produzent*innen widerspiegelten. Als populäres und oftmals marginalisiertes Medium ist der Comic jedoch nie in dieser Rolle als (reaktionärer) Stabilisator aufgegangen. Vielmehr verfügt das Medium über eine gesellschaftspolitische Dimension, die Comic-Schaffende seit jeher dazu veranlasst hat, Zwischenräume kreativ zu nutzen, um (gesellschaftliche) Normen zu hinterfragen und zu unterlaufen.

Im Rahmen der 13. Wissenschaftstagung der Gesellschaft für Comicforschung wird diesem produktiven Potenzial des Mediums nachgegangen, indem verschiedene Formen der Zwischenräume und -töne im Comic, aber auch in seiner Produktion und Rezeption sichtbar gemacht werden. Im Vordergrund der sowohl international als auch interdisziplinären Tagungsbeiträge steht dabei die Frage, wie Geschlecht, Identität und Diversität in der sequenziellen Kunst dargestellt und verhandelt werden. Indem queer-feministische und intersektionale Perspektiven sowie Ansätze der Disability Studies mit aktuellen Ansätzen der interdisziplinären Comicforschung verbunden werden, wird das diskursive Ineinandergreifen und Zusammenwirken gesellschaftlich konstruierter identitäts- und differenzstiftender Kategorien wie Geschlecht, Sexualität, Alter, Klasse, Nationalität, Dis/Ability, Religion oder Ethnizität in den Fokus der Veranstaltung gerückt. Die Tagung soll so dazu beitragen, Ausschließungen, Machtstrukturen sowie (hetero-)normative Zuweisungen im Medium Comic aufzuspüren und ihre gesellschaftspolitische sowie mediale Form der (Re-)Produktion einer differenzierten Betrachtung sowie kritischen Analyse zu unterziehen.

*PROGRAMM* siehe Flyer im Anhang sowie online unter:
https://www.comicgesellschaft.de/2018/04/30/programm-der-comfor-jahrestagung-2018-zwischenraeume/

„Tagung: Zwischenräume – Geschlecht, Diversität und Identität im Comic“ weiterlesen

CfP: Generation und Sexualität, Jahrbuch Erziehungswissenschaftliche Geschlechterforschung 16/2020 (Frist: 30.9.18)

Generation und Sexualität

hrsg. von Elke Kleinau und Jeannette Windheuser

Was ist aus geschlechtergeschichtlicher und geschlechtertheoretischer Perspektive unter Generation und Sexualität und ihrem Verhältnis zu einander zu verstehen? Wie wurde und wird das Verhältnis von Generation und Sexualität zum Gegenstand und/oder zur Utopie für die Frauenbewegungen und die Pädagogik? Wie beschreibt und analysiert die feministische Theorie – in ihren unterschiedlichen historischen und aktuellen Strömungen – den Zusammenhang von Generation und Sexualität? Welche Entwürfe gehen damit einher? Welchem Wandel unterliegen die Frauenbewegungen, ihre möglichen Nachfolger*innen und das feministische Denken hinsichtlich des genannten Gegenstandes?

Wir laden Sie herzlich ein, sich mit einem Beitrag am Jahrbuch Bd. 16 zu beteiligen. Sowohl für die Beiträge zum Schwerpunktthema als auch für den offenen Teil bitten wir um ein Exposé bis spätestens zum 30. September 2018. Alle weiteren Details finden Sie im ausführlichen Call for Papers (PDF).

Neu erschienen: GENDER 2/18 „Flucht – Asyl – Gender“

Herausgeberinnen: Ulrike Krause, Karin Scherschel, Carola Bauschke-Urban

In der deutschsprachigen Flucht- und Flüchtlingsforschung haben Genderdimensio­nen bislang nur wenig Beachtung gefunden. Das Forschungsfeld ist gegenwärtig erst im Entstehen und es existieren nur vereinzelt Arbeiten zur Situation weiblicher, männlicher und LGBTIQ Asylsuchender und Geflüchteter. Die Aufsätze in diesem Schwerpunktheft knüpfen an aktuelle und internationale wissenschaftliche De­batten an. Die Beiträge von Janna Wessels und Karin Schittenhelm konzentrieren sich auf rechtliche Entwicklungen.Ulrike Krause und Hannah Schmidt beschreiben das weite Ausmaß unterschiedlicher Gewaltformen für Frauen in Flüchtlingslagern, während Laura Otto und Margrit E. Kaufmann einen Schwerpunkt auf geflüchtete junge Männer legen.

Im Offenen Teil dieser Ausgabe beschäftigt sich Nadine Kegen mit der Einbindung von Spitzenforscher*innen in for­male und informelle Netzwerke, im Mittelpunkt des Aufsatzes von Hedwig Richter steht das Verhältnis von Wahlen und Geschlecht in den USA des 19. Jahrhunderts. Ulrike Röhr und Gotelind Alber widmen sich der Frage, welchen Einfluss neue Erkenntnisse zum Klimawandel und dessen Auswirkungen auf die Geschlechterverhältnisse in modernen Industriestaaten ausüben und Ann-Kathrin Stoltenhoff und Kerstin Raudonat weisen darauf hin, „was wir vom Cyberfeminismus lernen können“. Vier Rezensionen runden das Heft ab.

Einen Einblick ins Heft erhalten Sie im beigefügten Inhaltsverzeichnis und auf unserer Website – hier können Sie auch Leseproben herunterladen und das Einzelheft bestellen. Oder bestellen Sie hier Ihr GENDER-Abo und Sie erhalten regelmäßig die aktuelle GENDER-Ausgabe.

„Frauen und die Vereinten Nationen“: Start der öffentlichen Vorlesungsreihe an der HWR Berlin am 14. Juni 2018

Im Anschluss an die Ausstellungseröffnung findet im Juni und Juli die vierteilige Vorlesungsreihe „Frauen und die Vereinten Nationen“ an der HWR Berlin statt. National und international renommierte Expertinnen und Experten aus der internationalen Zusammenarbeit werden über aktuelle Erfolge und Herausforderungen auf dem Weg zur Gleichberechtigung der Geschlechter in der internationalen Politik und Diplomatie diskutieren. Dabei geht es u.a. um den Einfluss von Frauen auf globale Friedensprozesse, gendergerechte Arbeit und die feministische Außenpolitik Schwedens.

Die Vorlesungsreihe und die Ausstellung werden vom Harriet Taylor Mill-Institut für Ökonomie und Geschlechterforschung der HWR Berlin und der Deutschen Gesellschaft für die Vereinten Nationen e.V. (DGVN) organisiert und sind in das Studium Generale der HWR Berlin und die Semesterausstellungsreihe der Hochschulbibliothek eingebunden.

Erster Praxisvortrag: Donnerstag, 14. Juni 2018 von 16.00-18.00 Uhr, HWR-Campus Schöneberg, Haus B 4.41

  • „Bisherige Erfolge sowie Herausforderungen und Chancen für die Gleichstellung der Geschlechter im Rahmen der Vereinten Nationen“, Karin Nordmeyer, Vorsitzende von UN Women Nationales Komitee Deutschland e.V.

 Zweiter Praxisvortrag: Donnerstag, 21. Juni 2018 von 16.00-18.00 Uhr, HWR-Campus Schöneberg, Haus B 4.41

  • „Frauen, Frieden, Sicherheit: Deutschlands Beitrag zu inklusiveren Friedensprozessen“, Nicola Popovic, Projektleiterin zu Frauen, Frieden und Sicherheit am Zentrum für Internationale Friedenseinsätze (ZIF)

 Podiumsdiskussion: Donnerstag, 28. Juni 2018 von 16.00-18.00 Uhr, HWR-Campus Schöneberg, Haus B 4.41

  • „(UN)Involved in Female Labor? Der Beitrag internationaler Standardsetzung zu gendergerechter Arbeit“
  • Dr. Annette Niederfranke, Direktorin der Vertretung der Internationalen Arbeitsorganisation in Deutschland (ILO Berlin)
  • Prof. Dr. Reingard Zimmer, Professur für Deutsches, Europäisches und Internationales Arbeitsrecht der HWR Berlin und Mitglied des HTMI
  • Juliane Rosin, Projektleiterin „Internationale Gleichstellungspolitik“, Deutscher Frauenrat + W20

 Dritter Praxisvortrag: 5. Juli 2018 von 16.00-18.00 Uhr, HWR-Campus Schöneberg, Haus B 4.41

  • „Die feministische Außenpolitik Schwedens“, Johan Frisell, Gesandter, Referatsleiter, Schwedische Botschaft, Berlin

Die Ausstellung läuft noch bis zum 28. Juli.

Anmeldung für die Vorlesungsreihe an: htmi@hwr-berlin.de

Ansprechpartnerin am HTMI: Dr. Jana Hertwig, LL.M. (jana.hertwig@hwr-berlin.de)

Nähere Informationen zum Programm unter: http://www.harriet-taylor-mill.de/index.php/de/veranstaltungen/sonstige-veranstaltungen?showall=&start=1

Vielen Dank.

Mit freundlichen Grüßen

Jana Hertwig

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Dr. iur. Jana Hertwig, LL.M. (Eur. Integration)

Rechtsassessorin, Leiterin des Schwerpunktbereiches „Recht und Gender“ & Wissenschaftliche Mitarbeiterin, Harriet Taylor Mill-Institut für Ökonomie und Geschlechterforschung (HTMI), Hochschule für Wirtschaft und Recht Berlin (HWR)

Tel.:      +49 30 30877-1483

E-Mail: jana.hertwig@hwr-berlin.de

Web:    http://www.harriet-taylor-mill.de/index.php/de/

NEUERSCHEINUNG: Online-Dossier ‚drag it! Geschlecht umreißen, Ordnungen durchkreuzen, Drag erleben‘

Am Donnerstag, den 7.6. ist das Dossier „drag it! Geschlecht umreißen, Ordnungen durchkreuzen, Drag erleben“ erschienen. Das Online Dossier wird herausgegeben von Folke Brodersen, Nerea Discher, Federica Guccini,
Karsten Spindler und Verena Wetzel. Es ist verfügbar im Rahmen des Gunda Werner Instituts für Feminismus und Geschlechterdemokratie der Heinrich-Böll-Stiftung unter der Webadresse: www.gwi-boell.de/de/drag-it

Das Dossier umfasst 24 Texte, welche die gegenwärtige Ausgestaltung, Relevanz und Praxis von Drag in den Blick nehmen. Was es heißt, sich mit Klebebart und Fummel zu bewegen, wie sich männliche Selbstverständlichkeit anfühlt oder Weiblichkeit angeeignet wird, diskutieren zahlreiche Kurzbeiträge. In sechs umfassenden Texten reflektieren Workshopleitende, Theoretiker*innen und Praktiker*innen die Schwierigkeiten und Möglichkeiten der Gestaltung von Geschlecht. Ein Interview zur Position von Rassmsimus und Persons of Color sowie Visualisierungen von Tomka Weiss schließen das Dossier.

Das Dossier greift Drag als Praxis erneut auf. Nach intensiven Diskussionen zum Potential und Herausforderungen in den 2000ern wurde Drag in den letzten Jahren wissenschaftlich weniger betrachtet. Das
Dossier möchte Anlass nur erneuten Beschäftigung mit Drag geben. Vielfach schon angerissene Fragen der Aneignung von Weiblichkeit, unter neuen Vorzeichen relevant gewordene Aspekte der Position von PoCs und
der Praxen des BlackFacing ebenso wie die neue Herausforderung populistischer Politik für Drag haben im Dossier Platz.

Für Verbreitung und Diskussion sind wir ebenso dankbar wie für die Verwendung in Studium und Lehre.

www.gwi-boell.de/de/drag-it

Herzliche Grüße,
für die Redaktion

Folke Brodersen
Deutsches Jugendinstitut
brodersen@dji.de

Der blog interdisziplinäre geschlechterforschung geht online!

Liebe Netzwerk-Interessierte,

heute geht der blog interdisziplinäre geschlechterforschung unter www.gender-blog.de das erste Mal online! Wöchentlich erscheint ab dann ein neuer Beitrag zu Themen der Geschlechterforschung in Wissenschaft, Kunst, Kultur und Gesellschaft. Der Blog richtet sich an Wissenschaftler_innen aus unterschiedlichen Disziplinen, an Studierende der Gender Studies und an eine interessierte Öffentlichkeit.

Themen zum Starttermin sind u. a. das Verhältnis von Rassismus, Sexismus und Feminismus, die Arbeit von Gleichstellungsbüros im historischen Rückblick sowie die Verletzbarkeit von Identitäts- und Lebensentwürfen im Netz.

Der Wissenschaftsblog wird redaktionell im Netzwerk Frauen- und Geschlechterforschung NRW betreut.

Wir laden alle herzlich dazu ein, sich mit eigenen Beiträgen, Kommentierungen etc. zu beteiligen. Sie haben ein neues Projekt? Sie haben gerade Ihre Abschlussarbeit oder eine Dissertation zu einem spannenden Thema geschrieben? Sie möchten endlich einmal einen Kommentar aus Geschlechterforschungsperspektive zu aktuellen öffentlichen Debatten verfassen? Sie haben eine Ausstellung, einen Film gesehen, einen Radiobeitrag gehört oder einen Roman gelesen und haben dazu eine gendertheoretische Antwort?

Dann loggen Sie sich ein unter www.gender-blog.de. Lassen Sie sich von RSS-Feed oder Twitter https://twitter.com/fgf_nrw über neue Beiträge informieren.

Redaktion: Dr. Sandra Beaufaÿs, Dr. Jenny Bünnig, Dr. Uta C. Schmidt