GenderOpen – ein Repositorium für die Geschlechterforschung

 

Autor_innen gesucht – beiträge zur feministischen theorie und praxis, Die Philosophin, feministische studien, femina politica, Freiburger Zeitschrift für Geschlechterstudien, GENDER…

GenderOpen ist der Name einer Open Access-Plattform, die gegenwärtig aufgebaut wird. Mit der Einrichtung dieser Plattform zur Speicherung von Publikationen sollen Wissensbestände der Geschlechterforschung dauerhaft frei zugänglich gemacht und nachhaltig gesichert werden. Interessierten und Forschenden soll es zukünftig leichter möglich sein, Veröffentlichungen im Feld der Geschlechterforschung aufzufinden, mit Hilfe weniger Klicks einzusehen und mit ihnen zu arbeiten. Der technische wie inhaltliche Aufbau des Repositoriums wird im Verbund der drei universitären Geschlechterforschungszentren Berlins betrieben und von der DFG gefördert.

Es ist geplant, die einschlägigen Zeitschriften der Geschlechterforschung im deutschsprachigen Raum über das Repositorium im Open Access zu veröffentlichen. Dafür brauchen wir das Einverständnis der Autor_innen! Bitte nehmen Sie zu uns Kontakt auf!

Kontakt: aline.oloff@tu-berlin.de

Ankündigung: Ausführliche Rezension von Ulrich Kutscheras Buch „Das Gender-Paradoxon“ (2016)

Liebe Kolleg_innen,

ich möchte auf eine Rezension des Buches „Das Gender-Paradoxon. Mann und Frau als evolvierte Menschentypen“ von Ulrich Kutschera (2016)
aufmerksam machen, die ein Arbeitskreis des Marburger Genderzentrums
verfasst hat und die vielleicht für all jene interessant ist, die sich
derzeit mit alten und neuen Argumentationsfiguren des Antifeminismus
auseinandersetzen (müssen).

Hintergrund der Rezension: Ulrich Kutschera, der an der Universität
Kassel einen Lehrstuhl für Pflanzenphysiologie und Evolutionsbiologie
innehat, war 2016 vom Fachbereich Biologie der Universität Marburg für
den Einführungsvortrag des Studium Generale eingeladen worden. Die
diffamierenden Äußerungen Kutscheras zu Gender Studies und Gender
Mainstreaming in Interviews sowie sein Buch „Das Gender-Paradoxon“
führten zu einer intensiven Diskussion an der Universität, die letztlich
zu seiner Ausladung Kutscheras durch Präsidentin Katharina Krause führte.

Die Entscheidung, einer Person keine Bühne zu bieten, die Polemik,
Untergriffe und angeblich objektive naturwissenschaftliche Fakten
beständig vermischt und sich den elementarsten Spielregeln des
wissenschaftlichen Austausches verweigert, wurde im Nachgang kontrovers und heftig kommentiert, sowohl inneruniversitär als auch in der lokalen Presse.

Mit der auf unserer Homepage veröffentlichten Rezension haben sich
Genderforscherinnen des Marburger Genderzentrums nun im Detail mit dem Buch „Das Gender-Paradoxon“ auseinandergesetzt. Kutscheras Ausführungen zu Gender und Geschlechterdifferenz werden darin fundiert analysiert und die im Buch fragmentarisch bleibenden Aussagen einer Quellenprüfung unterzogen.

Link zur Rezension:
https://www.uni-marburg.de/genderzukunft/ausfrezensiongenderparadoxon

Herzliche Grüße,
Barbara Grubner

Neuerscheinung! Erziehung als „Entfehlerung“

Sehr geehrte Damen und Herren,

anbei der Hinweis auf unsere Neuerscheinung:

Erziehung als ‚Entfehlerung‘. Weltanschauung, Bildung und Geschlecht in der Neuzeit, hg. v. Anne Conrad und Alexander Maier, Bad Heilbrunn 2017 (Historische Bildungsforschung).

Infos, Inhaltverzeichnis und Einleitung finden sich hier: http://www.klinkhardt.de/verlagsprogramm/2139.html

Beste Grüße

Anne Conrad

Studie „Zur Aktualität kosmetischer Operationen ‚uneindeutiger‘ Genitalien im Kindesalter“

Zum 1.12.16 erschienen als Bulletin Texte Nr. 42 des ZtG

Kurzbeschreibung:

Nachdem kosmetische Genitaloperationen an intergeschlechtlichen/intersexuellen Kindern in die Kritik geraten sind, sind seit 2005 die medizinischen Behandlungsleitlinien schrittweise überarbeitet worden. Haben die überarbeiteten Leitlinien in Deutschland tatsächlich zu einem Rückgang der umstrittenen Operationen geführt? Mittels einer retrospektiven statistischen Auswertung analysiert die vorgelegte Studie die Entwicklung der Operationshäufigkeit für die Jahre 2005 bis 2014 und kommt zu dem Ergebnis, dass die kosmetischen Eingriffe im Kindesalter nicht wesentlich zurückgegangen sind.

Die Studie wurde gefördert durch das Bundesministerium für Familie, Senioren, Frauen und Jugend und die Ruhr-Universität Bochum.

Stichwort „Anti-Gender“ – Aufklärungsflyer erschienen

Am Ev. Zentrum Frauen & Männer in Hannover wurde ein Aufklärungsflyer entwickelt, der sich bewusst an eine breitere Öffentlichkeit richtet. In Alltagssprache informiert er über die politischen Hintergründe von Anti-Gender und gibt Tipps im Umgang mit den entsprechenden Stammtischparolen. Es ist der Versuch, den massenhaft verteilten Flyern der neurechten Bewegungen etwas Basisnahes entgegenzusetzen.

Das Faltblatt auf Papier kann  kostenfrei bestellt werden. Es fällt lediglich eine Versandkostenpauschale an.

Nähere Informationen unter: gender-ismus.evangelisches-zentrum.de