In der Dissertation wird mittels ethnographisch-dokumentarischer Herangehensweise das Phänomen der Ir_relevanz eines geschlechtlichen Subjekts erforscht, welches anhand von Interaktionen auf dem Spielplatz exemplarisch rekonstruiert werden soll. Es wird die Annahme verfolgt, dass das Kind bei der Geburt noch kein (binäres) Geschlechtsrollenverhalten internalisiert und inkorporiert hat. Mit einem de_konstruktivistischen Ansatz soll herausgearbeitet werden, ob und wenn ja, warum und wie sich aus einem zuvor geschlechtsneutralen Menschen ein geschlechtliches Subjekt entwickelt. Dafür werden Herstellungs-, Destabilisierungs- und Neutralisierungsprozesse der Geschlechtsidentität des Kindes in ‚natürlicher’ Interaktion mit anderen Entitäten – seien es Menschen und/oder Dinge – fokussiert und insbesondere mit intersektionalem Blick auf Alter betrachtet. Diese werden mittels teilnehmender Beobachtung sowie teilnehmender Videografie erhoben und mit Gruppendiskussionen der videografierten Erwachsenen trianguliert. Als Auswertungsmethode wird die Dokumentarische Methode herangezogen. Dabei greift eine wissenschaftliche Arbeit erstmals die Altersphasen ab dem Säuglingsalter bis hin zur frühen Kindheit mit dem Konzept ‚undoing gender’ nach Stefan Hirschauer (1994; 2001) auf.
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