Als strukturelle Voraussetzung von Teilhabe an ‚lesbischen‘, ,queeren‘ und ‚queer‘/,feministischen‘ Zusammenhängen zeichnet sich eine Präferenz eher ‚maskuliner‘ und ‚androgyner‘ Verkörperungen ab (vgl. Hark 1989, Engel 1996, Schader 2004, Fuchs 2009). Dies wirft Fragen nach den dortigen Zielsetzungen und Repräsentationsansprüchen auf, sowie nach Bedingungen der Subjektkonfiguration. Bisherige (empirische) queertheoretische und soziologische Forschung in Deutschland (vgl. z.B. Engel 2002, 2009; Schirmer 2009; Schuster 2010; Ommert 2016) hat sich kaum mit Wissensbeständen über (‚queere‘) ‚Femme‘-ininität (vgl. auch Fuchs 2009) und mit körperlichen Aspekten der Vergemeinschaftung in diesen Zusammenhängen beschäftigt. Dies regt an, die Verhandlung komplexer, reflexiver Gemeinschaften vom Körper her zu denken und darin enthaltene Bedingungen der Subjektkonfiguration (,queerer‘) ,Femme‘-ininität zu betrachten. An den Schnittstellen von Körpersoziologie, Wissenssoziologie und Geschlechterforschung beleuchtet das Projekt dementsprechend, wie die Subjektkonfiguration (,queerer‘) ,Femme‘-ininität, sowie Zugehörigkeit im Rahmen subkulturell-politischer Zusammenhänge in Deutschland prozessual verhandelt werden. Die Studie arbeitet exemplarisch mit Gemeinschaften, die sich um die Chiffren ,lesbisch‘, ,queer‘, ,feministisch‘ und ,Femme‘ formieren. Die soziologische Gegenwartsanalyse trägt zum Verständnis dessen bei, wie sich das Subjekt (,queere‘) ,Femme‘ formiert und Vergemeinschaftung in benannten Zusammenhängen über den Körper funktioniert bzw. verhandelt wird. Forschungsleitend sind deshalb Fragen nach körperbezogenen Aspekten der Konstruktion, Konstitution, Repräsentation und (Re-)Produktion des Subjekts ‚Femme‘ und der Herstellung bzw. Verhandlung posttraditionaler Gemeinschaft(en). Das Projekt fokussiert sowohl eine individuelle, als auch eine kollektive Ebene, in Rückkoppelung an die soziale Ordnung. Die Studie arbeitet mit einer Kombination verschiedener rekonstruktiver Verfahren qualitativer Sozialforschung, deren Ergebnisse im Rahmen einer Grounded Theory miteinander verflochten werden. Der Schwerpunkt der Studie liegt auf Gruppendiskussionen, die durch themenzentrierte Interviews ergänzt und beide mittels der Dokumentarischen Methode ausgewertet werden. Abgerundet wird dies durch eine pragmatisch verwandte Wissenssoziologische Diskursanalyse ,femme‘-spezifischer Materialien die in den konkreten Zusammenhängen der Verständigung dienen.