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  • Name Promovenden: Katja S. Baumgärtner
  • Hochschule: Kultur-, Sozial- und Bildungswissenschaftliche Fakultät der Humboldt-Universität zu Berlin, Zentrum für Transdisziplinäre Geschlechterstudien, Humboldt-Universität zu Berlin
  • Jahr: 2010–2018
  • Betreuung: Prof. Dr. Christina von Braun; Prof. Dr. Sigrid Jacobeit (HU Berlin); PD PD Dr. Julia Barbara Köhne (HU Berlin)
  • Abstract:

    Die Dissertation untersucht erstmalig systematisch geschlechterspezifische Imaginationen in Filmen über das Konzentrationslager Ravensbrück. Seit der Befreiung des Lagers im April 1945 stellten verschiedene Akteur_innen, Filmemacher_innen, Produzent_innen, Schauspieler_innen und andere Personen – unter ihnen zahlreiche Überlebende – Filmbeiträge diverser Genres in unterschiedlichen Ländern in einer beeindrucken Vielfalt her. Einige der Filmbeiträge erwähnen Ravensbrück lediglich kurz oder als Film-im-Film-Narrativ, andere sind Spielfilmproduktionen, bei denen Überlebende in unterschiedlicher Weise mitwirken. Die Mehrzahl der Filme sind Interviewfilme, in denen Überlebende, zum Teil wiederholt, eindrückliche Zeugnisse ihrer Erinnerungen an Ravensbrück weitergeben, um ein historisch differenziertes Bewusstsein über den Ort herzustellen. Die Studie untersucht die Funktionen und Bedeutungen dieser geschlechterspezifischen Imaginationen in ihrem jeweiligen zeithistorischen Kontext. Vermittels unterschiedlicher Methoden aus den Feldern der Gender Studies, der Geschichte, der Soziologie und/oder der Filmwissenschaften, eruiert die Studie heraus, welche Funktion die Ge-schlechterbilder einnehmen. Ziel ist es, einen ersten Überblick über die Filme der Zeitspanne von 60 bis 70 Jahren zu bieten sowie an ausgewählten Beispielen signifikante Narrationen und Bilder in den filmischen Repräsentationen darzustellen. Die Arbeit verfolgt die These, dass Memorialsierungen nicht nur die jeweiligen sozio-politischen Tendenzen spiegeln, sondern in einer langen Zeitlinie eine spezifische Funktion übernehmen, deren Dimensionen fokussiert werden.

  • Bedingungen, unter denen die Dissertation geschrieben wird:: Stipendium
  • Förderinstitution (falls zutreffend): Promotionsstipendium der Rosa-Luxemburg-Stiftung
  • Weitere Finanzierung: Promotionsabschlussförderung des Hannah-Arendt-Instituts für Totalitarismusforschung e.V. an der Technischen Universität Dresden; Lohnarbeit
  • Stichworte: Gender, Feminismus, Film, Holocaust/Shoah, Memorialisierung, Repräsentation, Gedenkstätten, Pädagogik

  • Name Promovenden: Mette Bartels
  • Hochschule: Georg-August-Universität Göttingen
  • Jahr: 2018
  • Betreuung: Prof. Dr. Rebekka Habermas (Lehrstuhl für Neuere Geschichte, Georg-August-Universität Göttingen; Erstbetreuung) Dr. Tobias Weidner (Seminar für Mittlere und Neuere Geschichte, Georg-August-Universität Göttingen; Zweitbetreuung)
  • Abstract:

    Im Zentrum des Dissertationsprojekts steht die bürgerliche Frauenbewegung, die sich um 1900 mit dem gemäßigten und dem radikal-fortschrittlichen Flügel in zwei scheinbar konträre Strömungen entwickelte. Inwieweit beide Fraktionierungen tatsächlich als trennscharf voneinander abgrenzend zu betrachten sind, ist eine meiner Fragen, die durch die beispielhafte Analyse von Debatten um weibliche Berufstätigkeit und die Betätigung von bürgerlichen Frauen im Sport erforscht werden soll. Die Debatten um die Berufsetablierung von Frauen als Gefängnisbeamtinnen, Fotografinnen, Gärtnerinnen und Hausbeamtinnen sowie um den Zugang zu den Sportbereichen Schwimmen, Fechten und Reiten erlauben nicht nur Einblicke in zeitgenössische Fraktionierungen, sondern auch – so eine Ausgangsüberlegung – dass stets genauso über Geschlechter- wie über Klassenordnungen diskutiert wurde. Durch die Analyse von Argumentationslinien- und strategien soll erstens die Auslotung von Klassen- und Geschlechtergrenzen untersucht werden und zweitens der Frage nachgegangen werden, wie jene Diskurse die bewegungsinternen Richtungskämpfe, Grenzziehungen und Anknüpfungspunkte zwischen radikalem und gemäßigtem Flügel beeinflussten.

  • Bedingungen, unter denen die Dissertation geschrieben wird:: wissenschaftliche*r Mitarbeiter*in (Strukturstelle)

  • Name Promovenden: Susan Banihaschemi
  • Hochschule: Fakultät für Soziologie, Universität Bielefeld
  • Jahr: 2011–2018
  • Betreuung: Prof. Dr. Tomke König (Fakultät für Soziologie, Universität Bielefeld), Prof. Dr. Petra Kolip (Fakultät für Gesundheitswissenschaften, Universität Bielefeld)
  • Abstract:
  • Bedingungen, unter denen die Dissertation geschrieben wird:: wissenschaftliche*r Mitarbeiter*in (Strukturstelle)

  • Name Promovenden: Cindy Ballaschk
  • Hochschule: Humboldt-Universität zu Berlin
  • Jahr: 2015
  • Betreuung: Prof. Dr. Lisa Pfahl (Universität Innsbruck)
  • Abstract:

    Analysen von sexualpädagogischen Unterrichtsmaterialien sowie von Erzählungen über Vermittlungspraktiken von Lehrkräften machen Wissensbestände zu Geschlecht und Sexualität sichtbar. Gleichzeitig werden Verflechtungen und Wechselwirkungen mit weiteren Machtverhältnissen (z. B. Rassismus, Behinderung, Klasse und Körper) intersektional dargestellt. Das Forschungsprojekts arbeitet diskursive Konstruktionen zu Geschlecht und Sexualität intersektional heraus und diskutiert ihre Bedeutung für den Kontext Schule.

  • Bedingungen, unter denen die Dissertation geschrieben wird:: Stipendium
  • Förderinstitution (falls zutreffend): Hans-Böckler-Stiftung

  • Name Promovenden: Ann Kristin Augst
  • Hochschule: Universität Augsburg
  • Jahr: 2017
  • Betreuung: Prof. Dr. Alexandra Manzei (Universität Augsburg)
  • Abstract:
  • Bedingungen, unter denen die Dissertation geschrieben wird:: wissenschaftliche*r Mitarbeiter*in (Strukturstelle)

  • Name Promovenden: Ana Alvarenga de Castro
  • Hochschule: Humboldt Universität zu Berlin, Lebenswissenschaftliche Fakultät, Fachgebiet Gender und Globalisierung
  • Jahr: 2016
  • Betreuung: Prof. Dr. Christine Bauhardt (Fachgebiet Gender und Globalisierung, Humboldt-Universität zu Berlin)
  • Abstract:

    Women farmers are responsible for around 50% of the world food supply, most of them producing in the global South. They are also relevant holders of productive and reproductive assets for sustainable peasant livelihoods. At the same time, they suffer from lack of access to natural resources and food. The PhD candidate dicusses this problematic in the context of one mining environmental conflict (Minas-Rio system, in Brazil) which is part of a neo-extractivist approach onto Latin America, from the standpoints of Feminist Political Ecology and Agroecology.

  • Bedingungen, unter denen die Dissertation geschrieben wird:: Stipendium

  • Name Promovenden: Sadia Akbar
  • Hochschule: Humboldt Universität zu Berlin
  • Jahr: 2015
  • Betreuung: Zentrum für transdisziplinäre Geschlechterstudien, Kultur-, Sozial-und Bildungswissenschaftliche Fakultät, Humboldt Universität zu Berlin
  • Abstract:

    In my PhD project, I aim to explore perceptions of physically disabled women in interaction to the social world. The research focuses to find out, how does ‘social experiences’ of disabled women interact in the process of identity formation? How do they negotiate with the ‚disability‘ in the society where gender is an ability based concept and being ‚abled‘ is the greatest norm to achieved to claim ‚womanhood‘ and get social acceptance. In undertaking this research, a qualitative approach involving biographical narrative technique has been adopted to record the experiences of 20 physically disabled women, aged between 18-42 years, from Lahore city in Pakistan.

  • Bedingungen, unter denen die Dissertation geschrieben wird:: Stipendium
  • Förderinstitution (falls zutreffend): Scholarship, University of the Punjab, Lahore (home university)

  • Name Promovenden: Hannes Ahrens
  • Hochschule: Universität Vechta
  • Jahr: 2017
  • Betreuung: Prof. Dr. Kim-Patrick Sabla (Universität Vechta)
  • Abstract:

    Familienbilder sind sehr persönliche Konstrukte von Erwartungen, Erfahrungen und Normen, welche in Beratungskontexten der Jugendhilfe quasi automatisch zum Tragen kommen. Die Frage ist, wie Professionelle und Nutzer*innen der Jugendhilfe mit den unterschiedlichen Vorstellungen, die sie haben, umgehen und wie diese auf der sprachlichen Eben verhandelt werden. Dafür werden Beratungsgespräche konversationsanalytisch untersucht.

  • Bedingungen, unter denen die Dissertation geschrieben wird:: Graduiertenkolleg

  • Name Promovenden: Münevver Azizoğlu-Bazan
  • Hochschule: Arbeitsbereich Interkulturelle Bildung, Erziehungs- und Bildungswissenschaften, Universit Bremen
  • Jahr: 2016
  • Betreuung: Prof. Dr. Yasemin Karakaşoğlu (Arbeitsbereich Interkulturelle Bildung, Universität Bremen)
  • Abstract:

    Seit langem spielt die kurdische Frau und die kurdische Frauenbewegung in den Studien über Türkei, Kurdistan bzw. Mittleren Osten eine wichtige Rolle. So wird auch aktuell insbesondere ihre Dynamik für den gesellschaftlichen Wandlungsprozess und die dafür entwickelten, vielfältigen Instrumente untersucht. Konkret befasst sich das Forschungsprojekt mit der Rolle der kurdischen Frauenbewegung für die in der Diaspora lebenden kurdischen Frauen in Europa und ihrem Beitrag zur Transformation des “westlichen Feminismus.” Die Kritik der postkolonialen Theoretiker*innen, wie Spivak und Said, dass das Bild „der unterdrückten Anderen Frau“ die Andersartigkeit der Anderen legitimiere, wird auch am Beispiel der kurdischen Frauen besonders deutlich. Sowohl in ihren Herkunftsländern als auch in der Migration werden kurdische Frauen in den bislang publizierten Studien oftmals in einer Opferrolle dargestellt. Als Handlungsfähige finden sie hingegen kaum Beachtung. Dabei haben sich insbesondere in den letzten Jahren in Kurdistan und der Migration zahlreiche kurdische Frauenorganisationen gebildet, die einen Bewusstseinswandel fordern und sich für Geschlechterdemokratie und Chancengleichheit einsetzen. Das Ziel dieser Arbeit ist es die Rolle der kurdischen Frauenbewegung für das soziale Bewusstsein von Frauen und die Auswirkungen der Frauenbewegung u. a. auf die kurdischen Frauen in der Diaspora zu untersuchen. Hinzu macht dieses Forschungsprojekt sich zur Aufgabe den Beitrag der kurdischen Frauenbewegung zur Transformation des westlichen Feminismus, sowie interkulturelle Wechselwirkung zwischen der kurdischen Frauenbewegung und internationalen bzw. deutschen Frauenbewegungen darzustellen.

  • Bedingungen, unter denen die Dissertation geschrieben wird:: Stipendium
  • Förderinstitution (falls zutreffend): Rosa-Luxemburg-Stiftung