Erinnerung CfP: „Weibliche Partizipationsräume in Geschichte und Gegenwart“

Sehr geehrte Damen und Herren,

im Anhang anbei finden Sie einen Call for Papers für die Tagung „Weibliche Partizipationsräume in Geschichte und Gegenwart“, die der Verein Frauen & Geschichte Baden-Württemberg  in Kooperation mit der Akademie der Diözese Rottenburg-Stuttgart und der Landeszentrale für politische Bildung Baden-Württemberg vom 23.7.2020-25.7.2020 im Tagungszentrum der Akademie in Stuttgart-Hohenheim veranstaltet. „Erinnerung CfP: „Weibliche Partizipationsräume in Geschichte und Gegenwart““ weiterlesen

Tagungungsband „Aktuelle Herausforderungen der Geschlechterforschung“ ist erschienen!

Liebe Mitglieder der Fachgesellschaft Geschlechterstudien,

am Samstag ist unsere diesjährige Jahrestagung an der FernUniversität Hagen zu Ende gegangen, mit Freude blicken wir auf unser 10-jähriges Jubiläum, das wir am 30.-31. Januar 2020 an der TU Berlin (ZiFG) feiern werden und freuen uns auf ein Wiedersehen!

Erschienen ist nun der Tagungsband zur ersten gemeinsamen internationalen Konferenz der Fachgesellschaften für Geschlechterforschung/-studien aus Deutschland, Österreich und der Schweiz mit dem Titel „Aktuelle Herausforderungen der Geschlechterforschung“. Er steht ab sofort zum Download zur Verfügung unter: http://dx.doi.org/10.25595/1356

Wir wünschen eine anregende Lektüre, einen guten Endspurt im Sommersemester und eine schöne vorlesungsfreie Zeit.

Ihr/Euer Vorstand der Fachgesellschaft Geschlechterstudien

Elisabeth Tuider, Irina Gradinari, Hannah Fitsch, Marcel Wrzesinski, Beate Binder, Stephan Trinkaus, Ksenia Meshkova

Jahrestagung der Fachgesellschaft Geschlechterstudien in Hagen: Epistemology matters!

Jahrestagung der Fachgesellschaft Geschlechterstudien in Hagen: Epistemology matters!

Ab heute findet an der Fernuniversität Hagen die 9. Jahrestagung der Fachgesellschaft Geschlechterstudien statt. Unter dem Titel „(Re-)Visionen. Epistemologien, Ontologien und Methodologien der Geschlechterforschung“ werden in zahlreichen Vorträgen, Foren, Workshops und Panels die analytischen Instrumente und Methoden der Geschlechterforschung thematisiert und reflektiert. Die Gender Studies sind seit jeher ein trans- und interdisziplinäres Forschungsfeld in dem die Selbstverständlichkeiten, auch der eigenen erkenntnistheoretischen und ontologischen Grundannahmen, in Frage gestellt und der Fokus auf Machtstrukturen, Differenzproduktikonen und Ausschlussmechanismen sowie auf die Bedingungen der Wissensproduktion gerichtet werden. Die Vielfalt von theoretischen und methodologischen Perspektivierungen und Problematisierungen gehen sowohl mit analytischen Herausforderungen als auch mit epistemologischen Bereicherungen einher. „Besonders die trans- und interdisziplinäre Mannigfaltigkeit, deren Aufrechterhaltung in Forschung und Lehre die Fachgesellschaft als eine ihrer Kernaufgaben betrachtet, verstehen wir als unsere Stärke, die einem kritischen Wissensaustausch dient“, so Prof. Dr. Irina Gradinari vom Vorstand der Fachgesellschaft Geschlechterstudien und lokale Organisatorin der Jahrestagung an der FernUniversität Hagen. Die Fachtagung wird ergänzt durch eine öffentliche Lesung von Anne Wizorek aus ihrem Buch „Weil ein #aufschrei nicht reicht“, in dem sie einen „Feminismus von heute“ skizziert.

Weitere Informationen: https://www.fernuni-hagen.de/tagung-fg-gender/index.shtml

 

 

Einladung Jahrestagung der FG Geschlechterstudien: (Re-)Visionen, 4.-6. Juli 2019, FernUni Hagen

Einladung zur FG-Jahrestagung und Mitgliederversammlung

Sehr geehrte Kolleg*innen,
liebe Mitglieder der Fachgesellschaft Geschlechterstudien,

wir freuen uns Ihnen mitteilen zu können, dass nun das Tagungsprogramm der diesjährigen Jahrestagung der Fachgesellschaft Geschlechterstudien an der FernUniversität in Hagen zum Thema „(Re-)Visionen. Epistemologien, Ontologien und Methodologien der Geschlechterforschung“ online ist. In Kürze wird eine ausführliche Version mit Vortragstiteln, Moderator*innen und den entsprechenden Veranstaltungsräumen zur Verfügung stehen. Das Programm der Tagung finden Sie hier (PDF) und unter folgendem Link: https://www.fernuni-hagen.de/tagung-fg-gender/programm.shtml

Bitte beachten Sie, dass im Vorfeld der Jahrestagung, also vom 3.-4. Juli 2019, auch wieder die Arbeitstagung der KEG stattfindet, deren Programm Sie unter demselben Link finden können.

Die Anmeldung zur Jahrestagung läuft noch: https://www.fernuni-hagen.de/tagung-fg-gender/anmeldung.shtml

Beachten Sie bitte, dass der Stichtag zur Anmeldung der 15. Juni ist. Danach erhöhen sich die Preise.

Schon heute möchten wir Sie auch herzlich zur Mitgliederversammlung der Fachgesellschaft einladen. Diese findet statt am Samstag, 06.07.2019, von 11:00 bis 13:00 Uhr, in Geb. 2, Raum 1-3 der FernUniversität in Hagen.

Wir freuen uns, Sie bald an der FernUniversität in Hagen begrüßen zu dürfen und wiederzusehen!

Ihr Vorstand der Fachgesellschaft Geschlechterstudien
Elisabeth Tuider, Irina Gradinari, Beate Binder, Stephan Trinkaus, Ksenia Meshkova, Marcel Wrzesinski und Hannah Fitsch

Fachgesellschaft Geschlechterstudien // Gender Studies Association
c/o TU Berlin | Zentrum Interdisziplinäre Frauen- und Geschlechterforschung (ZIFG) | Geschäftsstelle Gender e.V.
Sek MAR 2-4 | Marchstraße 23 | 10587 Berlin

Statement der Fachgesellschaft Geschlechterstudien zum Wissenschaftstag 2018

Über 120 Promotions- und über 100 weitere Forschungsprojekte auf der Homepage der Fachgesellschaft Geschlechterstudien belegen Vielfalt, Aktualität, Ertrag und Relevanz der Geschlechterforschung.

Deutlich zeigen diese Projekte, dass die Geschlechterstudien ein heterogenes trans- wie interdisziplinäres Forschungsfeld bilden, in dem aus verschiedenen theoretischen Perspektiven und mit unterschiedlichen methodischen Werkzeugen die gesellschaftliche Bedeutung von Gender und die vielfältigen Ausgestaltungen von Geschlechterverhältnissen analysiert werden.

Aktuelle Projekte fragen etwa nach den Auswirkungen der Digitalisierung des Alltags auf Geschlechterbilder und -verhältnisse, sie untersuchen die Zukunft der Arbeit und neue Familienkonstellationen, setzen sich mit der Einführung des 3. Geschlechtseintrags auseinander und erheben Daten zum demographischen Wandel. Auswirkungen auf Geschlechterkonstellationen werden auch mit Blick auf erneuerbare Energien etwa in Ländern des Globalen Südens oder unter Bedingungen von Austeritätspolitiken erforscht. In Kooperation mit Geschlechterforscher*innen werden gegenwärtig darüber hinaus von Bundes- und Landesinstitutionen geschlechtersensible Maßnahmen zur Gesundheitsprävention wie zur gesunden Ernährung entwickelt. In allen diesen Forschungsprojekten werden gesellschaftliche Problemlagen und Fragestellungen aufgegriffen. Diese werden insbesondere in der kritischen Auseinandersetzung mit sexualisierter Gewalt sichtbar, die nicht erst seit #MeToo und der Kölner Silvesternacht von 2016 einen wichtigen Forschungsstrang der Geschlechterstudien darstellt. Gegenwärtig widmen sich verschiedene Forschungsprojekte der Analyse von Gewalt als gesellschaftlicher Struktur, als Interaktionsmuster und Ordnungsmacht. Grundlegend fragt das BMBF Verbundprojekt „Schutzkonzepte in der Kinder- und Jugendarbeit“, das seit August an den Hochschulen Kiel, Hildesheim, Landshut und Kassel arbeitet, was Jugendliche eigentlich als sexualisierte Gewalt einschätzen, und wie dementsprechend Schutzkonzepte der Kinder- und Jugendarbeit zu entwickeln sind. Im Anschluss an geschlechtersensible Analysen von Gewalt wird u.a. auch nach konkreten Umgangsweisen und Interventionen gesucht, so z.B. die Studie „Umgang mit sexueller Belästigung am Arbeitsplatz – Lösungsstrategien und Maßnahmen zur Intervention“, die im Auftrag der Antidiskriminierungsstelle des Bundes entstand. Ziel ist es hier, nachhaltige Präventionsmaßnahmen zu implementieren, um der sexuellen Belästigung von Arbeitnehmer*innen am Arbeitsplatz entgegenzutreten.

Da es oftmals konkrete Problemlagen und Fragestellungen sind, die in den Geschlechterstudien bearbeitet werden, konnten Forscher*innen für ihre Projekte Mittel der Europäischen Union, der Deutschen Forschungsgemeinschaft (DFG), des Bundesministeriums für Bildung und Forschung (BMBF) sowie verschiedener Landesministerien und Stiftungen einwerben. Andere finanzieren ihre Forschungen durch Eigenmittel. Methodisches Instrumentarium, theoretische Konzepte und Erkenntnispotentiale der Gender Studies werden durch und in diesen Forschungen ständig weiterentwickelt. Damit stellen die Gender Studies ein Wissenschaftsfeld dar, das Antworten auf drängende gesellschaftliche Fragen zu liefern vermag.

Die Heterogenität der Geschlechterstudien wie auch das Erkenntnispotenzial der Geschlechterforschung zeigen sich nicht zuletzt darin, dass diese analytische Perspektive in vielen Fachdisziplinen verankert wurde, was die jeweiligen erkenntnistheoretischen wie methodischen Herangehensweisen ohne Zweifel bereichert und erweitert hat: In Bildungswissenschaft, (Europäischer) Ethnologie/Kulturanthropologie, Geschichtswissenschaft, Kulturwissenschaft, Medienwissenschaft, Naturwissenschaften, Rechtswissenschaft, den Philologien, der Philosophie, Soziologie, Wirtschafts- und Technikwissenschaft u.v.m. stellen Fragestellungen und Perspektiven der Gender Studies eine wichtige Erkenntnisperspektive dar. Geschlechterforschung zeichnet sich mithin durch ihre inter- und transdisziplinäre Ausrichtung aus. Verbindendes Element ist jedoch die Frage nach den Effekten und Funktionsweisen von Geschlecht als Struktur- und Ordnungskategorie und als performative Kraft gesellschaftlicher (Re-)Produktion sowie die damit verbundene Einsicht, dass Geschlecht auf vielfältige Weise mit anderen, sozial wirksamen Kategorisierungen verwoben ist. Wie und wo Gender wirksam wird, wie und wo es außer Kraft gesetzt wird, das sind offene Fragen, die theoretische wie empirische Antworten erfordern. Gemeinsames Ziel ist es, auf Muster und Strukturen, Wirkungen und Effekte aufmerksam zu machen, die in Vergangenheit und Gegenwart an unterschiedlichen Orten Geschlechterverhältnisse als Ungleichheitsverhältnisse hervorbringen. Offengelegt werden komplexe sozioökonomische und kulturelle Zusammenhänge, deren Dynamik und/oder Persistenz, deren Regeln und Besonderheiten jeweils lokal wie historisch situiert sind.

Die Fachgesellschaft trägt weiterhin dazu bei, die Erkenntnisse und Potenziale der Geschlechterforschung kostenfrei und öffentlich zugänglich machen. Aktuell können im „Open Gender Journal“ wissenschaftliche Diskussionen und Forschungsergebnisse barrierearm publiziert und unter freier Lizenz abgerufen werden. Das Journal ist Teil der neu gegründeten, von der Fachgesellschaft getragenen „Open Gender Platform“ (gefördert durch das BMBF), innerhalb der das Margherita-von-Brentano-Zentrum (FU) seit Juni 2018 zu den sich verändernden Publikationsbedingungen forscht und nachnutzbare Open-Access-Lösungen für alle Forschenden zur Verfügung stellt. Auch das Verbundprojekt „GenderOpen – Ein Repositorium für die Geschlechterforschung“ sichert die Erträge der Geschlechterforschung und macht sie elektronisch verfügbar. In Zusammenarbeit dreier Berliner Universitäten und von der DFG gefördert, bauen das Margherita-von-Brentano-Zentrum (FU), das Zentrum für transdisziplinäre Geschlechterstudien (HU) und das Zentrum für interdisziplinäre Frauen- und Geschlechterforschung (TU) gemeinsam dieses disziplinäre Repositorium auf.

Interessierte wie Wissenschaftler*innen laden wir herzlich zur Jahrestagung der Fachgesellschaft Geschlechterstudien ein. Hier erhalten Sie Einblicke in die unterschiedlichen genannten Forschungsprojekte und können mit uns die Geschlechterstudien als Wissensgebiet und Wissenschaftsfeld weiterentwickeln. Die nächste Jahrestagung findet vom 4.-6. Juli 2019 an der FernUniversität in Hagen statt und widmet sich methodischen, methodologischen und theoretischen Fragen und Ansätzen der Geschlechterforschung: http://www.fernuni-hagen.de/tagung-fg-gender/

Der Vorstand der Fachgesellschaft Geschlechterstudien

(Statement als PDF)

Fragen an die Gender Studies?! „Many Shades of Gender“ gibt Antworten…

Sind Geschlechtsunterschiede nicht angeboren? Wieso müssen die Gender Studies alles gendern? Bedeutet die Emanzipation von Frauen nicht vor allem Nachteile für Männer? Auf diese und viele andere Fragen geben die FAQs „Many Shades of Gender“ des Lehrstuhls Soziologie und Gender Studies an der LMU München spannende Antworten.