Pressemitteilung zur Jubiläumstagung

*** Pressemitteilung der Technischen Universität Berlin ***

*** Pressemitteilung der FG Geschlechterstudien als PDF ***

Pressemitteilung: 10 Jahre Fachgesellschaft Geschlechterstudien – Facetten einer Erfolgsgeschichte

Die Fachgesellschaft Geschlechterstudien feiert am 30./31.01.2020 ihr 10jähriges Bestehen. Die Jubiläumtagung besteht aus neun Foren und einer Podiumsdiskussion, die „Rückblick, Herausforderungen, und Visionen“ debattieren. Nach einem Festvortrag wird gefeiert.

Auf dem Boden einer seit den 1970er Jahren zunehmend institutionalisierten und professionalisierten Geschlechterforschung, die sich in Zentren an verschiedenen Hochschulstandorten Deutschlands ebenso wie an den Gender-Professuren sowie einigen BA- und MA-Studiengängen zeigt, haben vor 10 Jahren disziplinär und methodologisch sehr breit gefächerte Geschlechterforscher*innen die Fachgesellschaft gegründet. „Motor und Motivation dieser Gründung war es, eine Adresse für die Geschlechterforschung in Deutschland zu werden. Das heißt, nach außen sichtbar und adressierbar die forschende lehrende Expertise zu bündeln, um etwa für die DFG oder Gutachten ansprechbar zu sein. Und nach innen eine nachhaltige Vernetzung über Disziplinen und Standorte hinweg zu generieren, um das Fachgespräch zu führen“, so Prof. Dr. Paula-Irene Villa, Soziologin an der LMU München, Gründungsmitglied und im Vorstand der Fachgesellschaft von 2010 bis 2014. Heute sind in der Fachgesellschaft an die 600 Mitglieder aus vielen und verschiedenen Disziplinen versammelt: Medienwissenschaft, Medizin, Philosophie, Rechtswissenschaft, Soziologie, Bildungswissenschaft, Geschichtswissenschaft, Philologien, Politikwissenschaft, Ingenieur- und Technikwissenschaft gehören dazu.

„Die Fachgesellschaft ist ein wissenschaftliches Netzwerk von Forschenden und Lehrenden im inter- und transdisziplinären Feld der Geschlechterstudien. Sie bietet Austausch und Diskussion, Vernetzung und Kooperation auf regionaler, nationaler und internationaler Ebene – wozu wir Interessierte einladen“, so Prof. Dr. Elisabeth Tuider, derzeitige 1. Vorständ*in der Fachgesellschaft Geschlechterstudien. In Jahrestagungen und Arbeitsgruppen entwickelt die Fachgesellschaft den Gender-Begriff weiter, und diskutiert die zahlreichen Dimensionen der Geschlechterforschung, z.B. Umwelt und Konsum, Technik und Digitales, Körper und Gewalt, Dekolonialität und Intersektionalität oder auch trans*- und inter*-Geschlechtlichkeit. Seit ihrer Gründung steht die Fachgesellschaft für eine disziplinäre, inhaltliche und soziale Heterogenität sowie für eine breite und diversifizierende wissenschaftliche Arbeit. Erfolgreich unterstützt hat die Fachgesellschaft in den letzten Jahren auch die Transformation zu Open Science und Open Access der deutschsprachigen Geschlechterforschung und in der Kooperation mit dem Margherita-von-Brentano-Zentrum der FU Berlin sowie dem Zentrum für transdisziplinäre Geschlechterstudien der HU zu Berlin das „Open Gender Journal“ gegründet, um wissenschaftliche Gender-Debatten sichtbar und zugänglich zu machen.

Die Geschlechterforschung ist heute in Forschung und Lehre, in Studiengängen der Gender- und Queer-Studies, in Graduiertenkollegs und Zentren vieler Universitäten und Hochschulen verankert; eine Geschlechterperspektive ist aus Analysen zum sozialen Wandel, zu Demokratie und Gerechtigkeit oder auch zu Ökonomie, Gesundheit, Umwelt oder Mobilität nicht wegzudenken. Seit der Gründung der Fachgesellschaft Geschlechterstudien treffen sich Wissenschaftler*innen aus unterschiedlichen Disziplinen jährlich zu einer Jahrestagung, um sich über aktuelle Herausforderungen und Forschungsprojekte auszutauschen. Die drei Fachgesellschaften der Geschlechterforschung aus Deutschland, Österreich und der Schweiz haben sich auf einer Jahrestagung an der Universität zu Köln den „Aktuellen Herausforderungen“ gewidmet. „Weltweit – in unterschiedlichen Ausmaßen – haben wir es mit der Verweigerung und dem Abbau von demokratischen Rechten zu tun, häufig motiviert durch Rassismus und kulturelle, religiöse und soziale Differenzsetzungen, durch Sexismus, durch Diskriminierung aller, die dem Raster der Zweigeschlechtlichkeit, den Gesetzen heteronormativen Begehrens nicht entsprechen. Im Anthropozän steht ein menschliches ‚Wir’ auf dem Spiel, das nur überleben wird, wenn es sich nicht exklusiv und exzeptionell versteht. Darauf macht die feministische Geschlechterforschung aufmerksam“, so Prof. Dr. Susanne Völker, ehemalige Vorständin der Fachgesellschaft und Geschäftsführerin von GeStiK, den Gender Studies an der Universität zu Köln. Gemeinsam mit der europäischen Fachgesellschaft ATGENDER ermöglichte die Fachgesellschaft Geschlechterstudien während der 10th European Feminist Research Conference „Difference, Diversity, Diffraction“ an der Universität Göttingen einen internationalen Austausch zwischen Genderforscher*innen und Aktivist*innen. Mit Blick auf die eigenen Zugänge widmete sich die 9. Jahrestagung „(Re-)Visionen“ den Epistemologien, Ontologien und Methodologien der Geschlechterforschung und setzte sich mit ihrem analytischen Instrumentarium auseinander, um dessen historische Entwicklung sowie aktuelle wissenschaftliche Bedarfe angesichts aktueller gesellschaftlicher Herausforderungen zu überprüfen.

Der Blick zurück und nach vorne wird bei der Jubiläumstagung an der TU Berlin fortgesetzt.  Am Freitag Vormittag wird in neun Foren u.a. gefragt „Do algorithms have gender politics?“, zu einem Gallery Walk zur „Zukunft von Liebe, Familie und Freundschaft jenseits der Heteronorm“ eingeladen, schließlich werden „Die Zukunft der Zentren und Professuren in den Gender Studies“, „Antifeminismus und Wissenschaftsfeindlichkeit“ sowie „Perspektiven in und mit den Gender Studies“ diskutiert, um letztendlich auch zu fragen „Was brauchen wir als Forscher*innen, um zur Blüte zu kommen?“.

Was aus den Anliegen der Fachgesellschaftsgründung geworden ist und wo die Fachgesellschaft und die Geschlechterforschung heute stehen, diskutieren in einer Podiumsdiskussion – unter der Moderation von Prof. Dr. Sabine Hark (TUB) und Prof. Dr. Beate Binder (HU Berlin) – Prof. Dr. Maisha Auma (Hochschule Magdeburg-Stendal), Prof. Dr. Susanne Baer (HU Berlin), Antke Engel (Institut für Queer Theory), Dr. Regina Frey (Institut für Sozialarbeit und Sozialpädagogik), Prof. Dr. Andrea Geier (Universität Trier), Prof. Dr. Elahe Haschemi Yekani (HU Berlin), Prof. Dr. RyLee Hühne (Fachhochschule Südwestfalen), Juliane Lang (Forschungsnetzwerk Frauen und Rechtsextremismus), Prof. Dr. Birgit Riegraf (Universität Paderborn), Prof. Dr. Sigrid Schmitz (HU Berlin), Dr. Adrian de Silva (Universität Luxemburg) und Dr. Christine Vogt-William (Universität Bayreuth).

Zum Programm der Jubiläumstagung: https://www.fg-gender.de/wp-content/uploads/2020/01/ZIFG-Plakatflyer_Web.pdf

Mehr über die Fachgesellschaft hier: https://www.fg-gender.de/

Konferenz der Einrichtungen für Frauen- und Geschlechterstudien im deutschsprachigen Raum (KEG) 2020

Das Programm der KONFERENZ DER EINRICHTUNGEN FÜR FRAUEN- UND GESCHLECHTERSTUDIEN IM DEUTSCHSPRACHIGEN RAUM (KEG)
(https://www.genderkonferenz.eu/) ist online!

Die KEG findet von 29. bis 30. Januar 2020 an der Technischen Universität Berlin statt. Zur besseren Planung und Orientierung vor Ort finden Sie hier Listen mit Hotels und Restaurants in der Nähe des Veranstaltungsortes (Technische Universität Berlin).

Weitere Informationen als PDF oder unter folgendem Link:
https://www.genderkonferenz.eu/deutsch/arbeitstagungen/arbeitstagungen.htm

Wir freuen uns auf Ihre/Deine Anmeldung bis zum 20. Januar 2020 per mail an fg_gender2020@posteo.de.

Mit besten Grüßen
Birgitta Wrede


Dr. Birgitta Wrede
Interdisziplinäres Zentrum für Geschlechterforschung (IZG) Universität Bielefeld
Tel: 0521 106-4472
Sekretariat: 0521 106-4574

Zum Wissenschaftstag: Für einen differenzierten Gewaltbegriff und gegen die Kulturalisierung sexualisierter Gewalt

Statement zum Wissenschaftstag #4genderstudies

Für einen differenzierten Gewaltbegriff und gegen die Kulturalisierung sexualisierter Gewalt

Das Thema Gewalt durchzieht die Frauen- und Geschlechterforschung seit ihren Anfängen. Seit den 1970er Jahren lag der Fokus darauf, strukturelle Gewalt als Bestandteil von Geschlechterverhältnissen sichtbar und Vergewaltigung in der Ehe als Gewalt ahndbar zu machen sowie familiäre und häusliche Gewalt als Bestandteil von Lebensrealitäten zu problematisieren. Sexualisierte Gewalt ist Ausdruck von Macht und ereignet sich auf dem Feld von Sexualität.

Die Geschlechterforschung hat vor allem darauf hingearbeitet, die verschiedenen Gewaltformen zu historisieren und somit auch zu entnaturalisieren. Erst wenn Gewalt als soziales, strukturelles und politisches Problem anerkannt wird, können sich Gesellschaften mit deren Ursachen und Folgen produktiv auseinandersetzen und am Schutz vor Gewalt arbeiten. Gewaltformen sind folglich mit gesellschaftlichen Strukturen verbunden und befinden sich gleichsam mit Veränderungen in der Gesellschaft im Wandel. In den letzten Jahrzehnten hat die Geschlechterforschung mit unterschiedlichen analytischen Konzepten dazu beigetragen, deren Funktionieren besser zu verstehen.

Heute bietet die Geschlechterforschung zu Gewalt differenzierte Analysen: zu nennen ist hier z.B. die Abkehr von einfachen vergeschlechtlichten Täter-Opfer-Beschreibungen, die profunde bereits zwei BMBF-Förderphasen umfassende Auseinandersetzung mit sexualisierter Gewalt in pädagogischen Kontexten oder das Thema digitale Gewalt und hate speech. Das Internet gilt dabei sowohl als „safe space“ für marginalisierte Gruppen, wie People of Color, Frauen* oder Queers; zugleich sind gerade diese Gruppen und Personen primäres Ziel von digitaler Gewalt, wo – ganz wie im „Wilden Westen“ – das Recht des Stärkeren sich durchsetzt und gilt, während marginalisierte Identitäten zurückgewiesen werden. In Cybersexism: Sex Gender and the Power of the Internet (2013) plädiert Laurie Penny beispielsweise dafür, auch Cybergewalt als Gewalt zu werten. Obwohl der Zusatz ‚Cyber‘ suggeriert, dass diese Form von Gewalt nicht in einem realen Raum stattfindet, dient sie letztendlich dazu Frauen* und andere marginalisierte Gruppen auszuschließen und ihre Stimmen verstummen zu lassen. Im Schlagwort „Cybersexismus“ wird dies zusammengefasst.

An der Schnittstelle von aktuellen Migrations- und Sexualpolitiken lässt sich seit 2016 in rechtspopulistischen, aber auch medialen Alltagsdiskussionen zunehmend eine „Instrumentalisierung von Gewalt“ beobachten: Sexualisierte Gewalt wird Post-Köln als von außen kommend, von Geflüchteten und Migrantisierten ausgehend beschrieben, mithin ethnisiert (vgl. kritisch Dietze 2019; Hark/Villa 2018). Das racial profiling im Alltag, und die vielfachen Gewalterfahrungen auf der Flucht und beim Ankommen, ebenso wie die Zunahme von rassistisch, sexistisch und antisemitisch motivierten Gewalttaten in Deutschland auch im Rahmen der bejubelten Willkommenskultur wird hingegen dethematisiert oder über die ansteigende Angst vor ‚dem Fremden‘ zu legitimieren versucht.

Noch immer ist und bleibt Geschlecht im Zusammenwirken mit race, Ethnizität, Flucht und Migration ein entscheidender Auslöser von Gewalt, zu denen beispielsweise auch rassistische, antisemitische oder sexistische Gewaltphänomene zu zählen sind. Geschlechts- und ethnizitätsspezifische Zuschreibungen spielen eine zentrale Rolle in Kriegskonflikten und bei Grenzziehungen aller Art. Zahlreiche historische Studien zum Krieg, wie zum Beispiel die der Historikerin Miriam Gebhard Als die Soldaten kamen. Die Vergewaltigung deutscher Frauen am Ende des Zweiten Weltkriegs (2015), zeigen, wie sexualisierte Gewalt gegen Frauen auf besetzten Territorien als Ausdruck der Eroberung und Beherrschung eingesetzt wurde. Auch bei der gesellschaftlichen Deutung und der sich daraus ergebenden Toleranz von Gewalt sind Geschlecht und/oder Race konstitutiv. Beispielsweise kann eine höhere Gewalttätigkeit oder Gewaltbereitschaft einer rassifizierten oder ethnischen Gruppe zugeschrieben werden, wobei gleichzeitig umgekehrt sexistische Gewalt, häusliche Gewalt oder Formen gewaltdurchzogener Pädagogik toleriert bzw. über einen langen Zeitraum nicht als gesellschaftliches Problem angesehen wurden.

Die Fachgesellschaft Geschlechterstudien zielt mit der Bündelung von Forschungsprojekten und Promotionen darauf, die interdisziplinären Auseinandersetzungen auch mit Gewalt und Macht in Geschlechterverhältnissen aufzuzeigen und zu einer empirisch fundierten Diskussion beizutragen, die gegen kulturalisierte Zuschreibungen argumentiert. Gegenwärtig untersuchen verschiedene Projekte in den Gender Studies mit Formen struktureller, epistemischer und symbolischer Gewalt, mit psychischer und schließlich auch physischer Gewalt in ihren je spezifisch situierten Artikulationsweisen. Über gegenwärtig laufende und bereits abgeschlossene Forschungs- und Promotionsprojekte in diesem Forschungsfeld informiert die Homepage der FG Geschlechterstudien unter der Rubrik Forschung.

Konferenzankündigung: „Renegotiating Minoritarian In__Visibilities“ (12.-14.11.2019, GCSC, JLU Gießen)

Liebe Mitarbeitenden der Fachgesellschaft Geschlechterstudien,

ich organisiere zusammen mit drei Doktorandinnen eine Konferenz zu „Renegotiating Minoritarian In__Visibilities“, die nächsten Monat an der JLU Gießen stattfinden wird und einen starken Gender- und Queer-Fokus hat. Das Poster inkl. Programm finden Sie gestalterisch aufbereitet im Anhang und in schlicht-formatierter Form weiter unten…

Ich würde mich sehr freuen, wenn Sie die Infos zur Konferenz an Interessierte weiterleiten und über den nächsten Newsletter der Fachgesellschaft Geschlectherstudien bewerben könnten.

Vielen Dank im Voraus.

Ich wünsche einen angenehmen Start ins Wochenende.

Herzliche Grüße,

Oliver Klaassen

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>>Renegotiating Minoritarian In__Visibilities<<

Paradoxical political developments in the ‚Global North‘ – in particular the commercial, capitalist and legal embrace of sexual, gender and racial minorities and the rise of far-right nationalism, with its attendant visible and violent classism, racism, xenophobia, homophobia, and sexism – ask for an urgent renegotiation of minoritarian politics of in__visibilities. Against this backdrop, the international and interdisciplinary conference Renegotiating Minoritarian In__Visibilities will investigate how minoritarian strategies in art and visual culture can undermine hegemonic regimes of representation and challenge the dominant patterns of visibility, assimilation and intelligibility. Considering close connections between academia, art critique/practice and activism, the societal relevance of the conference is grounded in its exploration of aesthetic strategies that counteract processes of discrimination and stereotyping due to gender, sexuality, race, ethnicity, age and further categories of difference.

The three-day conference with its format variety (workshops, artist talk, lecture-performance, keynote lecture, short panel presentations, etc.) will take place on November 12-14, 2019 at the International Graduate Centre for the Study of Culture (GCSC) and the Institute for Art Education at Justus-Liebig-University Giessen, Germany. In addition, a kick-off event in the form of a performative presentation including a film screening will be offered on November 11, 2019 in the Margarete-Bieber-Saal.

The conference is organised by the Research Area Visual and Material Culture Studies (RA4) of the GCSC.

Organisation: Oliver Klaassen (Queer Art Studies, PhD student at the GCSC; Lecturer at various German universities); Cathérine Ludwig-Ockenfels (Early Modern History, PhD student at the GCSC); Jana Tiborra (Art Pedagogy, Research Assistant at the Institute for Art Pedagogy, JLU; PhD student at the GCSC); Katharina Wolf (Contemporary History, PhD student and Research Assistant at the GCSC).

Cooperation partners: Institut für Kunstpädagogik (IfK) / JLU Gießen; Sektion „Medien and Gender“ des Zentrums für Medien und Interaktivität (ZMI) / JLU Gießen; Zentrale Frauen und Gleichtstellungsbeauftragte und Büro für Chancengleichheit / JLU Gießen Autonome AStA-Referate: Queer-Feministisches Frauenreferat und Bi*-Schwulen-Trans*-Queer-Referat / JLU Gießen; Gießener Hochschulgesellschaft: Gesellschaft von Freunden und Förderern der Justus-Liebig-Universität Gießen; Research Network in Queer Studies, Decolonial Feminisms and Cultural Transformation (QDFCT) / JLU Gießen; Büro für Frauen und Gleichberechtigung der Stadt Gießen; Aidshilfe Gießen e.V. im Hans Peter Hauschildhaus.

Registration Deadline: 1. Nov.

For questions & registration, please contact in-visibility@gcsc.uni-giessen.de 

 

Programme

Monday, 11. Nov. 2019

6:30-8:30 p.m.: Margarete-Bieber-Saal

Pre-Conference Event

Chair: Greta Olson

Sarah Held (Vienna) & Sylvia Sadzinski (Berlin): Plonker – Porn – Protest. A Performative Presentation and Movie Screening

 

Tuesday, 12. Nov. 2019

1:00-1:45 p.m.: GCSC, R. 001

Welcome & Introduction to the 1st Conference Day 

 

 Break (15 min.)

 

2:00-3:30 p.m.: GCSC, R. 001

Panel I: In_Visible Relations & Solidarities

Chair: Jana Tiborra

Regina Brückner (Berlin): (In)Visibilities of Racism and Neonazi Terrorism: the „National Socialist Underground“ in Audiovisual Media
Sebastian Garbe (Giessen): In_Visible Solidarities – Negotiating Political and Social Coalitions across Differences

Clara-Sophie Höhn (Augsburg): Hidden Histories? White Southern Women and their „In_Visible“ Involvement in the Civil Rights Movement

 

Break (30 min.)

 

4.00-5:45 p.m.: GCSC, R. 001

Workshop I  (closed event)

Chair: Katharina Wolf

Maicyra Leão e Silva (Sergipe) & Magdalena Kallenberger (Weimar): Maternal Fantasies – Collective Artistic Strategies of In_Visibility towards Political Agency

 

Break (30 min.)

 

6:15-7:45 p.m.: GCSC, R. 001

Keynote Lecture

Chair: Oliver Klaassen & Jana Tiborra

Johanna Schaffer (Kassel) & Isabel Paehr (Berlin): Ambivalences of Visibility (Revised)

 

20.15 p.m.: Dinner at DachCafé

 

Wednesday, 13. Nov. 2019

9:00-9:15 a.m.: GCSC, R. 001

Welcome & Introduction to the 2nd Conference Day

 

9:15 a.m. –12:15 p.m.: GCSC, R. 001

Workshop II (closed event)

Chair: Taya Hanauer & Rebekka Marpert

Johanna Schaffer (Kassel) with İpek Burçak (Kassel), Isabel Paehr (Berlin), Nicole voec (Kassel), and Cilian Woywod (Kassel): A Set of Speculative Interventions in Virtual Space

 

Lunchbreak & Change of Room (105 min.)

 

2:00-3:15 p.m.: Institute for Art Education, PHIL II, H105 (Photo Studio)

Artist Talk

Welcome: Ansgar Schnurr | Chair: Jana Tiborra

SandraF (London/Vienna): Spectral Realities

 

Break & Change of Room (30 min.)

 

3:45-5:15 p.m.: GCSC, R. 001

Panel II: Critiquing Hegemonic In_Visibilities

Chair: Cathérine Ludwig-Ockenfels

Lisa Beckmann (Giessen): The Politics of Staring: Negotiating Disability and Visibility from the Freak Show to the Ugly Laws in the US

Sebastian Köthe (Berlin): Censorship and Politics of In_Visibility in the „Global War on Terror“. The Case of Abu Zubaydah

Fadi Saleh (Göttingen): Queer/Humanitarian Visibility: The Emergence of the Figure of „the Suffering Syrian Gay Refugee“

 

5:15-6:15 p.m.: GCSC, R. 001

Theme-Café

 

6:15-7:15 p.m.: GCSC, R. 001

Lecture Performance

Chair: Danae Gallo González

Sophie Sexon (Glasgow): The In_Visibility of the Non-Binary Body in Drag Performance and Medieval Visual Art

 

Evening Reception (7.15-8.30 p.m., GCSC, Foyer & R. 001)

 

Thursday, 14. Nov. 2019

9:00-9:15 a.m.: GCSC, R. 001

Welcome & Introduction to the 3rd Conference Day

 

9:15-10:15 a.m.: GCSC, R. 001

Lecture

Chair: Cathérine Ludwig-Ockenfels

Jonathan D. Katz (Philadelphia): The Sexuality of the Hard-Edge: Abstraction, Phenomenology, and Post War American Art

 

Break (15 min.)

 

10:30 a.m.-12:00 p.m.: GCSC, R. 001

Panel III: Queer-Feminist In_Visibilities 

Chair: Oliver Klaassen

Sarah Held (Wien): Subversion & Intervention – Material Culture as a Strategy of Visualization of Sexual Violence and Feminines

Sylvia Sadzinski (Berlin): Queer Feminist Curating or How to Go Beyond Politics of Representation?

William J. Simmons (Los Angeles): Queer Materialisms and Imaginary Friends

 

Break (30 min.)

 

12:30-1:30 p.m.: GCSC, R. 001

Concluding Debate & Official Farewell 

Positionspapier „Gemeinsam für eine geschlechtergerechte, vielfältige Wissenschaft: Antifeministischen Positionen entgegentreten!“

Der Vorstand der Fachgesellschaft Geschlechterstudien unterstützt das Positionspapier „Gemeinsam für eine geschlechtergerechte, vielfältige Wissenschaft: Antifeministischen Positionen entgegentreten!“ der Bundeskonferenz der Frauen- und Gleichstellungsbeauftragten an Hochschulen (bukof) in vollem Umfang und schließt sich den dortigen Forderungen nach einer strukturell abgesicherten Gleichstellungspolitik und Chancengleich in Wissenschaft und Forschung uneingeschränkt an. Als Fachgesellschaft positionieren wir uns gegen antifeministischen Diffamierungen und treten für Gleichstellung als Merkmal von Wissenschaft und Hochschule ein. Für Rückfragen, Beratung und Unterstützung stehen wir jederzeit zur Verfügung (mail@fg-gender.de).
Der Vorstand der Fachgesellschaft Geschlechterstudien
Prof. Dr. Elisabeth Tuider, Prof. Dr. Irina Gradinari, Prof. Dr. Beate Binder, PD Dr. Stephan Trinkaus, Dr. Hannah Fitsch, Ksenia Meshkova, Marcel Wrzesinski

Traueranzeige: Dr. Josch Hoenes ist verstorben

Mit Trauer und Bestürzung hat der Vorstand der Fachgesellschaft Geschlechterstudien vom plötzlichen Tod von Dr. Josch Hoenes erfahren. Josch Hoenes promovierte in Kunstwissenschaften und Geschlechterforschung und arbeitete zuletzt als Wissenschaftlicher Mitarbeiter an der Carl von Ossietzky Universität in Oldenburg.

Die Fachgesellschaft verliert einen ausgezeichneten Wissenschaftler, der mit seinen Beiträgen zu visuellen Politiken und KörperBildern die queer/trans* Geschlechterforschung vorangebracht hat, und einen engagierten Aktivisten, der sich seit vielen Jahren für die Verbindung von trans* und Gender-Studies eingesetzt hat. Josch Hoenes war auch Mitbegründer der AG Trans* Inter* Studies in der Fachgesellschaft Geschlechterstudien.

Unser tief empfundenes Mitgefühl gilt seinen Familien, Freund*innen und Weggefährt*innen im Kampf für die Gleichberechtigung von trans* Personen.

Freies Publizieren in der Geschlechterforschung: Open Gender Platform online!

Die Fachgesellschaft Geschlechterstudien fühlt sich dem freien Austausch und der Verbreitung geschlechterwissenschaftlicher Forschungsergebnisse verpflichtet. Mit Beschluss ihrer Mitgliederversammlung 2015 begannen die Arbeiten an einer Open-Access-Lösung für die Geschlechterforschung in Deutschland und darüber hinaus. Unter Förderung des BMBF und in enger Kooperation mit der Fachgesellschaft nahm das Margherita-von-Brentano-Zentrum (Leitung: Dr. Anita Runge; FU Berlin) im Juni 2018 die Arbeiten an der „Open Gender Platform“ auf. Die Plattform soll Ort der Information und Förderung von Open Access in der Geschlechterforschung sein.

Der Vorstand der Fachgesellschaft Geschlechterstudien freut sich, die Veröffentlichung der Plattform nun bekannt geben zu dürfen. Unser Dank gilt dem Margherita-von-Brentano-Zentrum sowie den Mitgliedern der AG „Publizieren“ und „Open Digital Gender Studies“ der Fachgesellschaft.

Die Plattform wird in den nächsten Monaten von einem Gremium der Fachgesellschaft sowie dem Margherita-von-Brentano-Zentrum weiter ausgestaltet. Nach dem Auslaufen der BMBF-Förderung übernimmt die Fachgesellschaft die Trägerschaft der Plattform.

Wir freuen uns über Rückmeldungen und Anregungen zu diesem tollen Projekt!

Mit besten Grüßen,

der Vorstand der Fachgesellschaft Geschlechterstudien

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OPEN GENDER PLATFORM: GESCHLECHTERFORSCHUNG – OPEN ACCESS

Open Access macht wissenschaftliche Forschungsergebnisse frei zugänglich. Die Open Gender Platform ist ein neuer Ort für Open-Access-Formate, Tools für offenes Publizieren sowie Informationsangebote zu Technologien, Geschäftsmodellen und Qualitätssicherung speziell für die Geschlechterforschung. Sie bietet

Informationen:

Alles wichtige zu Open Access – für Autor*innen, Redaktionen und Herausgeber*innen aus der Geschlechterforschung

Tools:

Die Gutachter*innen-Datenbank und der Schlagwortindex GenderOpen

Open Gender Collections:

Open-Access-Tagungsbände der Fachgesellschaft Geschlechterstudien als Sammlungen des Open Gender Journal

Open Science:

Alle Open-Access-Zeitschriften und weitere Open-Science-Projekte aus der Geschlechterforschung auf einen Blick

Erinnerung CfP: „Weibliche Partizipationsräume in Geschichte und Gegenwart“

Sehr geehrte Damen und Herren,

im Anhang anbei finden Sie einen Call for Papers für die Tagung „Weibliche Partizipationsräume in Geschichte und Gegenwart“, die der Verein Frauen & Geschichte Baden-Württemberg  in Kooperation mit der Akademie der Diözese Rottenburg-Stuttgart und der Landeszentrale für politische Bildung Baden-Württemberg vom 23.7.2020-25.7.2020 im Tagungszentrum der Akademie in Stuttgart-Hohenheim veranstaltet. „Erinnerung CfP: „Weibliche Partizipationsräume in Geschichte und Gegenwart““ weiterlesen

Tagungungsband „Aktuelle Herausforderungen der Geschlechterforschung“ ist erschienen!

Liebe Mitglieder der Fachgesellschaft Geschlechterstudien,

am Samstag ist unsere diesjährige Jahrestagung an der FernUniversität Hagen zu Ende gegangen, mit Freude blicken wir auf unser 10-jähriges Jubiläum, das wir am 30.-31. Januar 2020 an der TU Berlin (ZiFG) feiern werden und freuen uns auf ein Wiedersehen!

Erschienen ist nun der Tagungsband zur ersten gemeinsamen internationalen Konferenz der Fachgesellschaften für Geschlechterforschung/-studien aus Deutschland, Österreich und der Schweiz mit dem Titel „Aktuelle Herausforderungen der Geschlechterforschung“. Er steht ab sofort zum Download zur Verfügung unter: http://dx.doi.org/10.25595/1356

Wir wünschen eine anregende Lektüre, einen guten Endspurt im Sommersemester und eine schöne vorlesungsfreie Zeit.

Ihr/Euer Vorstand der Fachgesellschaft Geschlechterstudien

Elisabeth Tuider, Irina Gradinari, Hannah Fitsch, Marcel Wrzesinski, Beate Binder, Stephan Trinkaus, Ksenia Meshkova