Tagung 2018 / 10th European Feminist Research Conference: Crowdfunding und Anmeldung (Frist: 30.6.18)

Vom 12. bis 15. September 2018 richtet die Fachgesellschaft Geschlechterstudien zusammen mit ATGENDER (The European Association for Gender Research, Education and Documentation) und der Georg-August-Universität Göttingen die Konferenz „Difference, Diversity, Diffraction: Confronting Hegemonies and Dispossessions“ aus.

Die Anmeldung für die Konferenz ist bis zum 30.06. offen! Bitte melden Sie sich hier an. Es werden keine Tagungsgebühren erhoben.

ATGENDER hat eine Crowdfunding-Kampagne gestartet, um die Konferenzkosten von Studierenden und Wissenschaftler_innen, die unter prekären Bedingungen arbeiten, zu finanzieren. Klicken Sie hier, um die Details der Kampagne zu sehen.

In memoriam Prof. Dr. Mechtild Oechsle (20. Februar 1951 – 12. März 2018)

Von Annette von Alemann

Am 12. März 2018 verstarb Prof. Dr. Mechtild Oechsle in Bremen im Alter von 67 Jahren. Mit ihr verlieren wir eine vielseitige Geschlechterforscherin, die Frauen* und Männer* in Beruf und Familie, in Organisationen und alltäglicher Lebensführung, in ihren Leitbildern und ihren Praxen untersucht hat. Ihre Forschungsschwerpunkte lagen in der Geschlechtersoziologie, der Arbeits- und Jugendsoziologie sowie in Bildungssoziologie und Politischer Bildung.

Mechtild Oechsle studierte Soziologie, Politikwissenschaft und Germanistik an der Justus-Liebig-Universität Gießen, zunächst zwischen 1970 und 1975 auf Lehramt an Haupt- und Realschulen. Nach ihrem Ersten und Zweiten Staatsexamen entschied sie sich 1977 für eine Fortsetzung ihres Studiums in Gießen, das sie 1980 abschloss, und für eine wissenschaftliche Laufbahn. 1986 promovierte sie bei Hans-Joachim Krüger in Gießen zum Thema „Der ökologische Naturalismus: Zum Verhältnis von Natur und Gesellschaft im ökologischen Diskurs“.

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Traueranzeige: Prof. Dr. Mechtild Oechsle ist verstorben

Mit Bestürzung und Trauer hat der Vorstand der Fachgesellschaft
Geschlechterstudien den Tod der Kollegin Mechtild Oechsle vernommen. Mechthild Oechsle war von 1993 bis zur ihrem Ruhestand Professorin für Sozialwissenschaften, Schwerpunkt Berufsorientierung und Arbeitswelt/Geschlechterforschung an der Universität Bielefeld. Sie hat mit ihren zahlreichen empirischen und konzeptuellen Beiträgen zu Familien/Vaterschaft, Lebensplanung, Privatheit, Politische Bildung die Soziologie und hierbei insbesondere die sozialwissenschaftlichen Gender Studies maßgeblich geprägt. Auch hat sie durch ihr starkes Engagement wesentlich zur Institutionalisierung der Geschlechterforschung beigetragen, u.a. als Ko-Herausgeberin der Buchreihe „Geschlecht & Gesellschaft“ bei VS Springer, als Professorin in einem DFG Graduiertenkolleg „Geschlechterverhältnis und Sozialer Wandel“, im SFB „Von Heterogenitäten zu Ungleichheiten“ und im Vorstand des Interdisziplinären Frauen-Forschungszentrum (IFF) der Universität
Bielefeld.
Mechtild Oechsle hat mit vielen Kolleginnen und Kollegen gemeinsam in
verschiedenen Formen kooperiert und war eine überaus beliebte Kollegin.
Sie wurde als Mensch und Kollegin sehr geschätzt. Unser Mitgefühl gilt
ihrer Familie und Freund_innen.

100 Projekte zeigen Vielfalt der Geschlechterforschung

Deutsche Fachgesellschaft Geschlechterstudien veröffentlicht Liste von Forschungsprojekten ihrer Mitglieder

Pressemitteilung als PDF-Dokument

Die deutsche Fachgesellschaft Geschlechterstudien hat über 100 Forschungsprojekte ihrer Mitglieder auf ihrer Website veröffentlicht, die in dem Zeitraum von 2010 an durch Drittmittel gefördert wurden und werden. Vorgestellt werden Projekte, die unter anderem mit Mitteln der Europäischen Union, der Deutschen Forschungsgemeinschaft (DFG), des Bundesministeriums für Bildung und Forschung (BMBF) sowie verschiedene Landesministerien und Stiftungen sowie durch Eigenmittel finanziert wurden (oder noch werden).

„Das Ziel der Aufstellung ist es, die Vielfalt der wissenschaftlichen Arbeiten im Bereich der Gender Studies sichtbar zu machen.“, so Univ.-Prof. Dr. Sabine Grenz, erste Sprecherin der Fachgesellschaft und Professorin für Gender Studies an der Universität Wien. Als wesentlicher Bestandteil verschiedener Disziplinen begleiten, strukturieren und konkretisieren die Gender Studies unterschiedliche Forschungsfelder. Die Forschungsthemen reichen von geschichtswissenschaftlichen Untersuchungen über geschlechtersensible Gesundheitsvorsorge und Karrierepfade in den Natur- und Technikwissenschaften bis zu sexualisierter Gewalt. „Die empirischen Projekte zeigen deutlich, dass Geschlechterforschung an aktuelle Fragen und Herausforderungen wie z.B. die Wandlungen der Arbeitswelt, die Finanzkrise oder die Digitalisierung des Alltags ansetzt und empirische wie auch theoretische Antworten für Politik, Gesellschaft und Medien liefert“, so Prof. Dr. Susanne Völker, zweite Sprecherin der Fachgesellschaft und Professorin für Methoden der Bildungs- und Sozialforschung an der Universität zu Köln.

Die Liste kann auf der Website der Fachgesellschaft Geschlechterforschung unter https://www.fg-gender.de/forschung abgerufen werden.

Rückfragehinweis:

mail@fg-gender.de

Fachgesellschaft Geschlechterstudien e.V.

c/o TU Berlin
Zentrum Interdisziplinäre Frauen- und Geschlechterforschung (ZIFG)
Sekr. MAR 2-4
Marchstraße 23
10587 Berlin

Leser*innenbrief des Vorstands an die Redaktion der FAZ

Leser*innenbrief als PDF-Dokument

Thomas Thiel beschwört in seinem Artikel „Der Konformismus des Andersseins“ (Frankfurter Allgemeine Zeitung, 8.11.17) vom einen vermeintlichen Streit innerhalb des interdisziplinären Feldes der Geschlechterforschung herauf, der zwischen moralischer Kritik und seriöser (empirischer) Wissenschaft bestehen soll. Vermeintlich beherrschen die seiner Meinung nach wenig wissenschaftlich fundierten Queer Studies das Feld, während die seiner Auffassung zufolge besseren wissenschaftlichen Arbeiten marginalisiert würden. Als Vorstand der Fachgesellschaft Geschlechterstudien möchten wir mit diesem Brief darauf hinweisen, dass diese Darstellung keineswegs den Realitäten im interdisziplinären Feld der Gender-Studies entspricht, sondern mangelnde Kenntnisnahme durch den Autor zeigt. „Leser*innenbrief des Vorstands an die Redaktion der FAZ“ weiterlesen

Konstitutierende Sitzung: AG „Open Digital Science in der Geschlechterforschung“

Liebe Mitglieder der Fachgesellschaft Geschlechterstudien,
hiermit laden wir herzlich zur konstituierenden Sitzung der neuen AG „Open Digital Science in der Geschlechterforschung“ ein. Wir treffen uns am 04.12.2017 an der Technischen Universität Berlin (10-13 Uhr; Marchstraße 23, Haus MAR 2-4; Erdgeschoss; Raumnummer MAR 0.017). Termin und Ort sind gewählt, um im Anschluss dem Launch des GenderOpen-Repositoriums (ab 14 Uhr an der TU Berlin) beiwohnen zu können. Weitere Infos in der offiziellen Einladung anbei.

Als AG der Fachgesellschaft steht ein kleines Budget zur Verfügung, dass u.a. für Fahrtkostenunterstützung genutzt werden kann. Ob wir das Geld der neuen AG dafür verwenden, können wir beim Treffen gemeinsam entscheiden. Ggf. wird dann eine Unterstützung bei Fahrtkosten möglich sein.

Für Rückfragen stehen wir gerne zur Verfügung.

Mit besten Grüßen,
Kathrin Ganz & Marcel Wrzesinski
(Sprecher_innen AG Publikationen)

Eingangsstatement der Konferenz „Aktuelle Herausforderungen“

Eröffnung der gemeinsamen Konferenz der D-A-CH Fachgesellschaften für Geschlechterforschung/-studien vom 28.-30.09.2017 in Köln

Susanne Völker, 1. Sprecherin der Fachgesellschaft Geschlechterstudien (D)

Statement als PDF-Dokument

1. Unbegrenzbare Herausforderungen

Wir erleben gegenwärtig Zeiten, in denen globale Probleme und Ungerechtigkeiten keineswegs abgebaut werden, sondern sich noch zuspitzen wie  der  milliardenfache Ausschluss von Menschen von grundlegenden Ressourcen und Infrastrukturen zeigt: Hunger bleibt ein Problem – vor allem im globalen Süden; Kriege bestimmen und zerstören das Leben vieler, ungenannt bleibender Individuen, Menschen, die vor Gefahren, Gewalt, Verfolgung und Mangel fliehen, werden durch die verschiedenen Abschottungspolitiken europäischer Länder Not und Tod ausgesetzt. Weltweit – in unterschiedlichen Ausmaßen – haben wir es mit der Verweigerung, dem Verlust und Abbau von demokratischen Rechten zu tun, häufig motiviert durch Rassismus und kulturelle, religiöse und soziale Differenzsetzungen, durch Sexismus, durch Diskriminierung aller, die dem Raster der Zweigeschlechtlichkeit, den Gesetzen heteronormativen Begehrens nicht entsprechen… – wollen.

„Eingangsstatement der Konferenz „Aktuelle Herausforderungen““ weiterlesen

Open Gender Journal mit Beiträgen der Tagung „Materialität/en“ gestartet

Das von der AG Publikationen initiierte Open Gender Journal (OGJ) ist gestartet. Das OGJ ist eine Open-Access-Zeitschrift der Fachgesellschaft Geschlechterstudien in Zusammenarbeit mit dem Margherita-von-Brentano-Zentrum der FU Berlin.

Die ersten Artikel der 2016er-Jahrestagung Materialität/en und Geschlecht sind bereits auf www.opengenderjournal.de veröffentlicht, weitere Beiträge werden folgen. Die Veranstalter_innen der Jahrestagung  sind Teil der Redaktionsgruppe, welche die Artikel betreut und in einem unabhängigen peer-review Verfahren begutachten lässt.

Ein ausführliches Konzept der Zeitschrift findet sich hier.

Statement: Gender-Studies in der Diskussion

Die Gender-Studies sind ein plurales, inter- und transdisziplinäres Wissenschaftsfeld. Hervorgegangen aus Frauenbewegungen und zuerst institutionalisiert als Frauen- und Geschlechterforschung, umfassen die Gender-Studies heute Analysen z.B. zur biopolitischen Regulierung von Geschlecht, zur intersektionalen Verschränkung von Migration und Geschlecht, zu LGBT*I*Q* Lebensformen und zur ungleichen Bezahlung von Arbeit. Ebenso werden Gleichstellungspolitiken analysiert, eine geschlechtsdifferenzierende Gesundheitsvorsorge entworfen oder stereotype Geschlechterdarstellungen in der populären Kultur betrachtet. Dieser Vielstimmigkeit und Vielgestaltigkeit der Gender-Studies Rechnung zu tragen, sie sichtbar zu machen und zu unterstützen, war und ist das Anliegen der 2010 gegründeten Fachgesellschaft Geschlechterstudien. Geschlechterforschung steht für eine breite, diverse und diversifizierende wissenschaftliche Arbeit. Wie jede andere Forschungsrichtung benötigt sie Forschungs- und Lehrstrukturen in Form wissenschaftlicher Institutionalisierung.

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