Call for Papers „(Re-)Visionen. Epistemologien, Ontologien und Methodologien der Geschlechterforschung“

Call for Papers zur Jahrestagung der Fachgesellschaft Geschlechterstudien 2019 FernUniversität in Hagen, 04.07. – 06.07.2019

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Die Gender Studies zeichnen sich durch eine interdisziplinär unterschiedlich gewichtete Vielfalt von theoretischen und methodologischen Perspektivierungen aus, mit denen sowohl analytische Herausforderungen als auch epistemologische Neuerungen einhergehen. Im Laufe ihrer methodologischen Entwicklung haben sie zum einen andere Theorien, wie zum Beispiel die Diskursanalyse oder die marxistische Ideologiekritik, aber auch Methoden qualitativer Forschung für die kritische Analyse von Geschlechterordnungen, Geschlechterverhältnissen und Geschlechterkonstruktionen sensibilisiert. Zum anderen sind durch die Gender Studies auch neue Theorien entstanden, wie zum Beispiel die Ausarbeitung des Performativitätskonzepts zu einer Theorie soziomaterieller Hervorbringung, intersektionale Ansätze zur Analyse verschiedener Ungleichheitskategorien oder feministische Blicktheorien. Generell gewannen die Gender Studies dadurch nicht nur neue Erkenntnisse in Bezug auf Materialität, Machtverhältnisse und gesellschaftliche Strukturen, sondern sie etablierten sich vor allem als wissens- und wissenschaftskritische Disziplin.

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Tagungsband „Materialität/en und Geschlecht'“ jetzt online!

Wir freuen uns, Sie auf den  online verfügbaren Sammelband Materialität/en und Geschlecht, herausgegeben von Kerstin Palm, Gabriele Jähnert, Susanne Völker und Sabine Grenz, hinweisen zu können. Dieser basiert auf  Artikeln, die im Open Gender Journal erstveröffentlicht  sind und aus Vorträgen auf der 6. Jahrestagung der Fachgesellschaft Geschlechterstudien an der HU Berlin (2016) hervorgegangen sind.

Der Band ist mit einer DOI versehen und damit sicher identifizierbar und langzeit-archiviert im Repositorium Gender Open. Sie können ihn hier (http://dx.doi.org/10.25595/461) herunterladen.

Mit besten Grüßen,
Kerstin Palm, Susanne Völker, Sabine Grenz, Gabi Jähnert

Difference, Diversity, Diffraction. Confronting Hegemonies and Dispossessions — Documents

10th European Feminist Research Conference
Atgender (The European Association for Gender Research, Education and Documentation) and the German Gender Studies Association (FG Gender)
12-15 September 2018 in Göttingen (Germany)

Opening Speech (PDF), Sabine Grenz, Chair of the German Gender Studies Association (Wednesday, September 12)

Black feminist thoughts: from intersectionality to the engendering of racial capital (PDF), Noémi Michel, Keynote Address (Thursday, September 13)

Liveability as a Decolonial Option through Collaborative Research and Activisms (PDF), Niharika Banerjea, Keynote Address (Friday, September 14)

“Ebola from Brussels”: anti-genderism, right-wing populism and the future of transnational feminism (PDF), Agnieszka Graff & Elżbieta Korolczuk, Keynote Address (Saturday, September 15)

Traueranzeige: Prof. Dr. Susanne Ihsen ist verstorben

Mit Bestürzung und Trauer hat der Vorstand der Fachgesellschaft Geschlechterstudien erfahren, dass die Kollegin Susanne Ihsen plötzlich und unerwartet am 20. August 2018 verstorben ist. Susanne Ihsen, promovierte Sozialwissenschaftlerin, war von 2004 bis 2018 Professorin für Gender Studies in den Ingenieurwissenschaften an der Technischen Universität München. Sie hat als hoch angesehene und in zahlreichen Netzwerken, Funktionen und Gremien engagierte Kollegin und Pionierin in den Gender Studies die Zusammenhänge von Gender, Technik und Diversity in den Mittelpunkt ihrer Forschung und Lehre gestellt. Mit großem Nachdruck hat sie sich für mehr Chancengleichheit und Vielfalt in technischen Berufen und in der Technikentwicklung eingesetzt. Susanne Ihsen war in Netzwerken der Gender Studies und der Ingenieurwissenschaften gleichermaßen engagiert und renommiert. Damit hat sie bundesweit und in internationalen Kontexten überaus maßgeblich zur Etablierung der Gender Studies in MINT, insbesondere in den Ingenieurwissenschaften, beigetragen.

Wir trauen um eine herausragende Kollegin und Weggefährtin, die uns sehr fehlen wird. Unser Mitgefühl gilt ihrer Familie und ihren Freund*innen.

Konstituierende Sitzung der AG Trans* Inter* Studies am 14.9.18

Liebe Interessierte,

wir haben eine AG Trans* Inter* Studies in der Fachgesellschaft Geschlechterstudien e.V. gegründet und laden Euch hiermit zu der konstitutiven Sitzung der AG auf der diesjährigen Jahrestagung der FG ein. Das Treffen findet am Freitag den 14.9.2018 um 13:00 Uhr in Raum VG 3.108 der Universität Göttingen statt (Im Tagungsprogramm findet ihr das Treffen unter Open Forum 31).

Obwohl im deutschsprachigen Raum zunehmend wissenschaftliche Arbeiten aus nicht pathologisierender Perspektive zu den Themenbereichen Trans- und Intergeschlechtlichkeit entstehen, sind diese Diskurse innerhalb der Geschlechterforschung und auch innerhalb der Fachgesellschaft noch immer marginalisiert. Es fehlen sowohl Gelegenheiten zu wissenschaftlichem Austausch und Debatten als auch zentrale Publikationsorgane, die Forschungsergebnisse leicht auffindbar machen.

Die Neugründung der AG Trans* Inter* Studies zielt darauf ab, eine breitere Vernetzung von Wissenschaftler*innen in diesen Bereichen zu ermöglichen und Orte für einen Austausch über grundlegende Fragen der Trans* und Inter* Studies, Projektvorhaben und aktuelle Entwicklungen in der Förderlandschaft zu schaffen.

Für das Treffen schlagen wir folgende Tagesordnung vor:

  1. Kennenlernen & Austausch über zentrale Anliegen
  2. Verständigung über die Arbeitsweise der AG
  3. Festlegung der zentralen Themen und Ziele für das kommende Jahr
  4. Ernennung der Sprecher_innen

Um trotz den knappen Zeitrahmens eine produktive Sitzung zu gestalten, bitten wir Interessierte darum, sich bis zum 10.9.2018 bei Josch Hoenes und René_ Hornstein per Email melden:

jhoenes@web.de

Wir freuen uns auf Ihre/eure Teilnahme und verbleiben mit herzlichen Grüßen,

i.A. Josch Hoenes und René_ Hornstein

Protest against the law to forbid the teaching of Gender Studies in Hungerian Universities

To: Minister of Education Mr. Jozsef Bodis jozsef.bodis@emmi.gov.hu

Dear Minister, Mr. Jozsef Bodis,

On Monday we learned from German media that the Hungarian government recently proposed a law, which would cancel accredited, well-performing Gender Studies MA programmes, one of which has consistently high enrolments since it was founded 2006, the second one has recently been established (2017). Hungarian Gender Studies programmes also participate in European exchange programmes. As a result, many of our German colleagues (as we ourselves) have had the chance to meet Hungarian colleagues and supervise MA as well as PhD students in Gender Studies coming from Hungary to German universities. This exchange practice has led to longstanding academic relationships including research and teaching co-operations. We know our colleagues and are aware of how scientifically thorough and needed their work is.

We write to you today to protest against this decision. Never before has a democratic government sought to legislate the curriculum of universities without consultation with appropriate university institutions. Furthermore, according to The Hungarian Journal, “the part of the amendment which concerns gender studies provides no explanation whatsoever. Two universities are concerned: Hungary’s biggest state-funded university ELTE, and the Central European University. If the amendment becomes official, it will mean that nobody can attend gender studies courses in Hungary and get a degree in the subject.”

It also sets a dangerous precedent for state intervention in all other university courses.  By denying to faculty and administrators the academic freedom that is the guarantee of the autonomy of higher education, the Hungarian government puts itself outside the community of democratic nations.

We call upon the Minister of Education to refuse this amendment. We also call upon the European Union, of which Hungary is a member nation, to condemn this action as a violation of its principles. And we call upon academic institutions in our own countries to join our protest.

Sincerely,

Sabine Grenz, Chair
Susanne Völker, Vice-chair
Sarah Elsuni, Treasurer
Göde Both, Board Member

Einladung zur Gründungsveranstaltung einer AG inter*trans* in der FG Gender

Liebe Mitglieder der FG Gender Studies,

innerhalb des inter_trans_Wissenschaftsnetzwerks (https://intertranswissenschaft.net/) hat sich eine Gruppe von Menschen zusammengefunden, die eine AG inter*trans* innerhalb der Fachgesellschaft gründen wollen. Struktur, Inhalte und Arbeitsplan der AG werden auf einem ersten Treffen besprochen.

Alle Interessierten, die auf nicht pathologisierende Art und Weise zu trans* und inter* Themen forschen, sind herzlich eingeladen am Gründungstreffen teilzunehmen.

Diese findet
am 14.7.2018 von 11:00 bis 17:00
am ZIFG der TU Berlin (Marchstr. 23, Raum MAR 2.013)
statt.

Wir bitten um kurze Rückmeldung, wenn ihr am Treffen teilnehmen wollt (zwecks Essensplanung) oder an der AG interessiert seid, aber so kurzfristig nicht teilnehmen könnt (dann informieren wir Euch über Ergebnisse und weitere Termine) an: josch.hoenes@uni-oldenburg.de

Herzliche Grüße,
i.A. Josch

Tagung 2018 / 10th European Feminist Research Conference: Crowdfunding und Anmeldung (Verlängerte Frist: 31.7.18)

Vom 12. bis 15. September 2018 richtet die Fachgesellschaft Geschlechterstudien zusammen mit ATGENDER (The European Association for Gender Research, Education and Documentation) und der Georg-August-Universität Göttingen die Konferenz „Difference, Diversity, Diffraction: Confronting Hegemonies and Dispossessions“ aus.

Die Anmeldung für die Konferenz wurde bis zum 31.07. verlängert! Bitte melden Sie sich hier an. Es werden keine Tagungsgebühren erhoben.

ATGENDER hat eine Crowdfunding-Kampagne gestartet, um die Konferenzkosten von Studierenden und Wissenschaftler_innen, die unter prekären Bedingungen arbeiten, zu finanzieren. Klicken Sie hier, um die Details der Kampagne zu sehen.

In memoriam Prof. Dr. Mechtild Oechsle (20. Februar 1951 – 12. März 2018)

Von Annette von Alemann

Am 12. März 2018 verstarb Prof. Dr. Mechtild Oechsle in Bremen im Alter von 67 Jahren. Mit ihr verlieren wir eine vielseitige Geschlechterforscherin, die Frauen* und Männer* in Beruf und Familie, in Organisationen und alltäglicher Lebensführung, in ihren Leitbildern und ihren Praxen untersucht hat. Ihre Forschungsschwerpunkte lagen in der Geschlechtersoziologie, der Arbeits- und Jugendsoziologie sowie in Bildungssoziologie und Politischer Bildung.

Mechtild Oechsle studierte Soziologie, Politikwissenschaft und Germanistik an der Justus-Liebig-Universität Gießen, zunächst zwischen 1970 und 1975 auf Lehramt an Haupt- und Realschulen. Nach ihrem Ersten und Zweiten Staatsexamen entschied sie sich 1977 für eine Fortsetzung ihres Studiums in Gießen, das sie 1980 abschloss, und für eine wissenschaftliche Laufbahn. 1986 promovierte sie bei Hans-Joachim Krüger in Gießen zum Thema „Der ökologische Naturalismus: Zum Verhältnis von Natur und Gesellschaft im ökologischen Diskurs“.

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