Der Blick zurück – die Jubiläumsfeier der Fachgesellschaft an der TU Berlin

Bericht

10 Jahre Fachgesellschaft Geschlechterstudien Jubiläum und KEG,
29. – 31.01.2020 an der TU Berlin

Vom 29.–30.01.2020 fand die 18. Arbeitstagung der „Konferenz der Einrichtungen für Frauen- und Geschlechterstudien im deutschsprachigen Raum“ (KEG) an der TU Berlin statt. Die jährlich stattfindende KEG bot den Teilnehmenden die Gelegenheit, inhaltlich hochschulpolitisch brisante Entwicklungen in den Gender Studies mit Fachkolleg_innen zu erörtern. Wichtiges Grundanliegen der KEG ist der qualifizierte Erfahrungsaustausch zwischen den institutionalisierten Einrichtungen im deutschsprachigen Raum wie auch der Dialog mit außeruniversitären feministischen Projekten.

Direkt im Anschluss an die KEG fand die Jubiläumskonferenz der Fachgesellschaft Geschlechterstudien statt. Am 31.01.2020 feierte die Fachgesellschaft an der TU Berlin ihr 10-jähriges Bestehen. Die Feierlichkeiten fanden damit an dem Ort statt, wo vor zehn Jahren an einem kalten Januartag im Jahr 2010 in einem Hörsaal im Mathematikgebäude der TU Berlin die Fachgesellschaft gegründet wurde. Nahezu 300 Menschen hatten sich dort versammelt, um die Fachgesellschaft Geschlechterstudien ins Leben zu rufen. Fast die Hälfte davon wurde vor Ort Mitglied, um den ersten Vorstand der Fachgesellschaft zu wählen und Grundlagen für die Entwicklung der notwendigen Infrastrukturen und anstehende Aufgaben zu schaffen. Zum weiter lesen, bitte pdf runterladen. Bericht_Jubilaeumsfeier2020

Presse

15.03.2020, Frankfurter Allgemeine Zeitung. FAZ-NET Wissen
Judith Butler in Berlin : Mit magischem Denken gegen die Freiheit der Lehre. Von Andrea Geier. www.faz.net/aktuell/wissen/geist-soziales/judith-butler-zum-stand-der-genderforschung-16615848.html

6.03.2020, Texte zur Kunst, Webarchives, Debates
Heterotopien des Unbehagens Paula-Irene Villa Braslavsky über Judith Butlers Vortrag an der TU Berlin. Von Paula-Irene Villa Braslavsky.
https://www.textezurkunst.de/articles/heterotopien-des-unbehagens/

5.02.2020, Frankfurter Allgemeinen Zeitung. NR. 30 · Seite N3
Doch sie fragen sich: Meint sie wirklich mich?  Judith Butlers Berliner Festvortrag über die Geschlechterstudien im Spiegel der Phantasiebilder der Gegner der Fachrichtung. Von Andrea Geier. Geier_FAZ_Festvortrag_Butler

01.02.2020, Der Tagesspiegel, Kultur:
Geschlechterforscherin spricht an der TU. Wer hat Angst vor Judith Butler? Von Inga Barthels. www.tagesspiegel.de/kultur/geschlechterforscherin-spricht-an-der-tu-wer-hat-angst-vor-judith-butler/25498950.html

 

Einführende Worte von Prof. Dr. Sabine Hark
Einführende Worte von Prof. Dr. Sabine Hark
Kommentar von Prof. Dr. Isabel Lorey
Kommentar von Prof. Dr. Isabel Lorey
Keynote von Prof. Dr. Judith Butler
Keynote von Prof. Dr. Judith Butler

Neu erschienen: GENDER 1/20 „Raumstrukturen und Geschlechterordnungen“

Neu erschienen: Zeitschrift GENDER 1/20
Raumstrukturen und Geschlechterordnungen
Herausgeberinnen: Anne Schlüter, Uta C. Schmidt

Die Ordnung der Zweigeschlechtlichkeit erweist sich als ein wirkmächtiges Strukturprinzip in Raumkonstruktionen – das gilt für Kirchen in mittelalterlichen Frauenklöstern, aber auch für die Raumaufteilung im sozialen Wohnungsbau der 1960er-Jahre. Vergeschlechtlichte Herrschaftsstrukturen zeigen sich auch in der Anordnung und im Zugang zu Stadtteilen. Dass die Achse Geschlecht in Stadt und Land Erfahrungs- und Handlungsmöglichkeiten schafft oder verhindert, gehört zu den grundlegenden Paradigmen der Geschlechterforschung. Spannend wird es, wenn man nach dem Wie fragt. Dazu liefern die Beiträge im Heftschwerpunkt interessante Antworten.

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Save the Date | Abschlusstagung des Forschungsprojekts „MINT-Strategien 4.0“

Wir möchten Sie sehr gerne auf unsere Abschlusstagung „MINT-Strategien 4.0 – Frauenförderung weiterdenken!“ im Rahmen des BMBF-Forschungsprojektes „MINT-Strategien 4.0“ am 29./30.09.2020 an der Ostbayrischen Technischen Hochschule Regensburg hinweisen.

Ziel der Tagung ist es, ein Forum zur Diskussion der Projektergebnisse zu schaffen, einen Dialog zwischen Wissenschaftler_innen und Praktiker_innen der Gleichstellung im MINT-Bereich zu ermöglichen und zukunftsgewandte Fragen im Hinblick auf die Folgen der Digitalisierung für Geschlechtergerechtigkeit zu diskutieren.

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Call for Paper: Ästhetische Ordnungen des Wohnens (Bremen 22-24 January 2021)

Bremen, 22.-24.1.2021
Deadline: May 15, 2020

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Ästhetische Ordnungen des Wohnens
Zu bildlichen Politiken des Wohnens, Häuslichen und Domestischen in Kunst und Visueller Kultur der Moderne

Internationale Tagung des Forschungsfeldes „wohnen+/-ausstellen“ in der Kooperation des Instituts für Kunstwissenschaft – Filmwissenschaft – Kunstpädagogik an der Universität Bremen mit dem Mariann Steegmann Institut. Kunst & Gender. Künste und Visuelle Kultur produzieren Vorstellungswelten des Bewohnens, Wohnens und des Verhäuslichens in spezifischen Bild- und Medienform(at)en und Darstellungsweisen. Sie machen das abstrakte Geflecht des Domestischen anschaulich und greifbar.

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Call for Paper: Konfliktreiche Beziehungen oder produktive Reibungen? Verflechtungen in der Geschlechtergeschichte

Tagung: 11. – 12. November 2020
Ort: FU Berlin

Veranstalter*innen: Martin Lücke und
Veronika Springmann (Arbeitsbereich Geschichtsdidaktik, FU Berlin)
in Kooperation mit dem Margherita-von-Brentano- Zentrum für Geschlechterforschung (FU Berlin) und dem Arbeitskreis Historische Frauen- und Geschlechtergeschichte (AKHFG)

2020 feiert der 1990 von Gisela Bock, Karin Hausen und Heide Wunder gegründete „Arbeitskreis Historische Frauenforschung“ seinen 30sten Geburtstag. Diese drei 
Historikerinnen haben mit ihren Forschungen und ihrer Lehre die Frauen- und Geschlechtergeschichte in Deutschland maßgeblich beeinflusst. Das möchten wir zum Anlass nehmen, um auf einem Workshop am Friedrich-Meinecke-Institut nach den Potentialen,
Herausforderungen und Perspektiven einer aktuell wie historisch relevanten Geschlechtergeschichte zu fragen.
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Fairnetzt euch mit den Hochschulsekretariaten: Gute Arbeitsbedingungen für alle!

Heute startet die Kampagne der Bundeskonferenz der Frauen- und Gleichstellungsbeauftragten an Hochschulen (bukof): „Fairnetzt Euch!“.

Mit der Kampagne machen wir auf die schwierigen Arbeitsbedingungen in Hochschulsekretariaten aufmerksam und fordern Hochschulleitungen und Wissenschaftspolitik auf, die Situation zu verändern.

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Geschlechtergerechte Sprache: GfdS-Themenhefte: Der Sprachdienst und Muttersprache

das Thema der geschlechtergerechten Sprache ist heute aktueller denn je. Das jeweils erste Heft des Jahrgangs unserer Zeitschriften Der Sprachdienst und Muttersprache, die dieser Tage erscheinen, widmet die Gesellschaft für deutsche Sprache daher dem Gender-Diskurs. Im Anhang finden Sie ein Infoblatt mit näheren Einzelheiten zu den Heften.

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Statement der Fachgesellschaft Geschlechterstudien zum Wissenschaftstag 2018

Über 120 Promotions- und über 100 weitere Forschungsprojekte auf der Homepage der Fachgesellschaft Geschlechterstudien belegen Vielfalt, Aktualität, Ertrag und Relevanz der Geschlechterforschung.

Deutlich zeigen diese Projekte, dass die Geschlechterstudien ein heterogenes trans- wie interdisziplinäres Forschungsfeld bilden, in dem aus verschiedenen theoretischen Perspektiven und mit unterschiedlichen methodischen Werkzeugen die gesellschaftliche Bedeutung von Gender und die vielfältigen Ausgestaltungen von Geschlechterverhältnissen analysiert werden.

Aktuelle Projekte fragen etwa nach den Auswirkungen der Digitalisierung des Alltags auf Geschlechterbilder und -verhältnisse, sie untersuchen die Zukunft der Arbeit und neue Familienkonstellationen, setzen sich mit der Einführung des 3. Geschlechtseintrags auseinander und erheben Daten zum demographischen Wandel. Auswirkungen auf Geschlechterkonstellationen werden auch mit Blick auf erneuerbare Energien etwa in Ländern des Globalen Südens oder unter Bedingungen von Austeritätspolitiken erforscht. In Kooperation mit Geschlechterforscher*innen werden gegenwärtig darüber hinaus von Bundes- und Landesinstitutionen geschlechtersensible Maßnahmen zur Gesundheitsprävention wie zur gesunden Ernährung entwickelt. In allen diesen Forschungsprojekten werden gesellschaftliche Problemlagen und Fragestellungen aufgegriffen. Diese werden insbesondere in der kritischen Auseinandersetzung mit sexualisierter Gewalt sichtbar, die nicht erst seit #MeToo und der Kölner Silvesternacht von 2016 einen wichtigen Forschungsstrang der Geschlechterstudien darstellt. Gegenwärtig widmen sich verschiedene Forschungsprojekte der Analyse von Gewalt als gesellschaftlicher Struktur, als Interaktionsmuster und Ordnungsmacht. Grundlegend fragt das BMBF Verbundprojekt „Schutzkonzepte in der Kinder- und Jugendarbeit“, das seit August an den Hochschulen Kiel, Hildesheim, Landshut und Kassel arbeitet, was Jugendliche eigentlich als sexualisierte Gewalt einschätzen, und wie dementsprechend Schutzkonzepte der Kinder- und Jugendarbeit zu entwickeln sind. Im Anschluss an geschlechtersensible Analysen von Gewalt wird u.a. auch nach konkreten Umgangsweisen und Interventionen gesucht, so z.B. die Studie „Umgang mit sexueller Belästigung am Arbeitsplatz – Lösungsstrategien und Maßnahmen zur Intervention“, die im Auftrag der Antidiskriminierungsstelle des Bundes entstand. Ziel ist es hier, nachhaltige Präventionsmaßnahmen zu implementieren, um der sexuellen Belästigung von Arbeitnehmer*innen am Arbeitsplatz entgegenzutreten.

Da es oftmals konkrete Problemlagen und Fragestellungen sind, die in den Geschlechterstudien bearbeitet werden, konnten Forscher*innen für ihre Projekte Mittel der Europäischen Union, der Deutschen Forschungsgemeinschaft (DFG), des Bundesministeriums für Bildung und Forschung (BMBF) sowie verschiedener Landesministerien und Stiftungen einwerben. Andere finanzieren ihre Forschungen durch Eigenmittel. Methodisches Instrumentarium, theoretische Konzepte und Erkenntnispotentiale der Gender Studies werden durch und in diesen Forschungen ständig weiterentwickelt. Damit stellen die Gender Studies ein Wissenschaftsfeld dar, das Antworten auf drängende gesellschaftliche Fragen zu liefern vermag.

Die Heterogenität der Geschlechterstudien wie auch das Erkenntnispotenzial der Geschlechterforschung zeigen sich nicht zuletzt darin, dass diese analytische Perspektive in vielen Fachdisziplinen verankert wurde, was die jeweiligen erkenntnistheoretischen wie methodischen Herangehensweisen ohne Zweifel bereichert und erweitert hat: In Bildungswissenschaft, (Europäischer) Ethnologie/Kulturanthropologie, Geschichtswissenschaft, Kulturwissenschaft, Medienwissenschaft, Naturwissenschaften, Rechtswissenschaft, den Philologien, der Philosophie, Soziologie, Wirtschafts- und Technikwissenschaft u.v.m. stellen Fragestellungen und Perspektiven der Gender Studies eine wichtige Erkenntnisperspektive dar. Geschlechterforschung zeichnet sich mithin durch ihre inter- und transdisziplinäre Ausrichtung aus. Verbindendes Element ist jedoch die Frage nach den Effekten und Funktionsweisen von Geschlecht als Struktur- und Ordnungskategorie und als performative Kraft gesellschaftlicher (Re-)Produktion sowie die damit verbundene Einsicht, dass Geschlecht auf vielfältige Weise mit anderen, sozial wirksamen Kategorisierungen verwoben ist. Wie und wo Gender wirksam wird, wie und wo es außer Kraft gesetzt wird, das sind offene Fragen, die theoretische wie empirische Antworten erfordern. Gemeinsames Ziel ist es, auf Muster und Strukturen, Wirkungen und Effekte aufmerksam zu machen, die in Vergangenheit und Gegenwart an unterschiedlichen Orten Geschlechterverhältnisse als Ungleichheitsverhältnisse hervorbringen. Offengelegt werden komplexe sozioökonomische und kulturelle Zusammenhänge, deren Dynamik und/oder Persistenz, deren Regeln und Besonderheiten jeweils lokal wie historisch situiert sind.

Die Fachgesellschaft trägt weiterhin dazu bei, die Erkenntnisse und Potenziale der Geschlechterforschung kostenfrei und öffentlich zugänglich machen. Aktuell können im „Open Gender Journal“ wissenschaftliche Diskussionen und Forschungsergebnisse barrierearm publiziert und unter freier Lizenz abgerufen werden. Das Journal ist Teil der neu gegründeten, von der Fachgesellschaft getragenen „Open Gender Platform“ (gefördert durch das BMBF), innerhalb der das Margherita-von-Brentano-Zentrum (FU) seit Juni 2018 zu den sich verändernden Publikationsbedingungen forscht und nachnutzbare Open-Access-Lösungen für alle Forschenden zur Verfügung stellt. Auch das Verbundprojekt „GenderOpen – Ein Repositorium für die Geschlechterforschung“ sichert die Erträge der Geschlechterforschung und macht sie elektronisch verfügbar. In Zusammenarbeit dreier Berliner Universitäten und von der DFG gefördert, bauen das Margherita-von-Brentano-Zentrum (FU), das Zentrum für transdisziplinäre Geschlechterstudien (HU) und das Zentrum für interdisziplinäre Frauen- und Geschlechterforschung (TU) gemeinsam dieses disziplinäre Repositorium auf.

Interessierte wie Wissenschaftler*innen laden wir herzlich zur Jahrestagung der Fachgesellschaft Geschlechterstudien ein. Hier erhalten Sie Einblicke in die unterschiedlichen genannten Forschungsprojekte und können mit uns die Geschlechterstudien als Wissensgebiet und Wissenschaftsfeld weiterentwickeln. Die nächste Jahrestagung findet vom 4.-6. Juli 2019 an der FernUniversität in Hagen statt und widmet sich methodischen, methodologischen und theoretischen Fragen und Ansätzen der Geschlechterforschung: http://www.fernuni-hagen.de/tagung-fg-gender/

Der Vorstand der Fachgesellschaft Geschlechterstudien

(Statement als PDF)

#4genderstudies (18. Dezember 2018)

#4genderstudies: Wissenschaftstag Gender Studies

Am 18.12.2018 findet erneut der Wissenschaftstag Gender Studies statt. Der Vorstand der Fachgesellschaft unterstützt diese öffentlichkeitswirksame Aktion und möchte dazu anregen, sich individuell und/oder institutionell mit dem Hashtag #4genderstudies zu beteiligen. An verschiedenen Standorten sind hierzu vorab Informationsveranstaltungen geplant.

Weitere Informationen finden Sie hier zeitnah.

Difference, Diversity, Diffraction. Confronting Hegemonies and Dispossessions — Documents

10th European Feminist Research Conference
Atgender (The European Association for Gender Research, Education and Documentation) and the German Gender Studies Association (FG Gender)
12-15 September 2018 in Göttingen (Germany)

Opening Speech (PDF), Sabine Grenz, Chair of the German Gender Studies Association (Wednesday, September 12)

Black feminist thoughts: from intersectionality to the engendering of racial capital (PDF), Noémi Michel, Keynote Address (Thursday, September 13)

Liveability as a Decolonial Option through Collaborative Research and Activisms (PDF), Niharika Banerjea, Keynote Address (Friday, September 14)

“Ebola from Brussels”: anti-genderism, right-wing populism and the future of transnational feminism (PDF), Agnieszka Graff & Elżbieta Korolczuk, Keynote Address (Saturday, September 15)