Call „Geld und Geschlecht – Tatsachen, Tabus und Träume“, Jahrestagung Netzwerk FGF NRW, 15.11.2019, Bochum

Call for Abstracts

Geld und Geschlecht – Tatsachen, Tabus und Träume

Jahrestagung des Netzwerks Frauen- und Geschlechterforschung NRW
an der Ruhr-Universität Bochum, Bochum, am 15. November 2019

Geld und Geschlecht bewegen die Welt. Die produktiven Machtbeziehungen, die sie miteinander eingehen, können unter verschiedenen Blickwinkeln betrachtet werden – ökonomisch, soziologisch, pädagogisch, politisch, philosophisch, rechtlich, historisch, kulturwissenschaftlich. Für die sozialwissenschaftliche Geschlechterforschung stehen Fragen nach Formen der Altersarmut oder nach dem Gender Pay Gap im Mittelpunkt. Wirtschaftswissenschaften fragen, welche geschlechterbezogenen Unterschiede es bei der Teilhabe an wirtschaftlichen Entwicklungsprozessen gibt oder warum Gender Marketing so gewinnbringend ist. Historisch können die Morgengabe oder die Aussteuer interessieren – bildungswissenschaftlich die geschlechterspezifische Erziehung zur Sparsamkeit. Juristisch und kulturwissenschaftlich wird aktuell das Verhältnis von Geschlecht und Geld im Kontext von Reproduktionsmedizin diskutiert. Geld vermittelt soziale Beziehungen, grenzt ein und aus. Das Sprechen über Geld ist von (Geschlechter-)Stereotypen und Tabus durchzogen. In Literatur, Kunst und Film sind Geschlechterrollen, Reichtum und Armut zudem immer wieder bearbeitete Sujets. Und Kunstwerke selber sind Waren auf Märkten, zu denen Menschen, abhängig von Geld, Geschlecht, Herkunft, sexueller Orientierung Zugang haben oder nicht. Und zuletzt: Hat der ökonomische Wert von Kunst etwas mit dem Geschlecht der Kunstschaffenden zu tun?

Aus interdisziplinären Perspektiven soll es auf der diesjährigen Netzwerk-Tagung 2019 um Zusammenhänge von Geld und Geschlecht gehen. Im Mittelpunkt können dabei unter anderem folgende Fragen stehen:

  • Wie strukturieren Geld und Geschlecht die Teilhabe an Gesellschaft, Kultur, Politik, Wirtschaft?
  • Welche materiellen wie symbolischen Effekte zeitigen Geld und Geschlecht in ihren jeweiligen Verflechtungszusammenhängen?
  • Wie reflektieren und kommentieren Kunst, Musik, Theater und Literatur Geld und Geschlecht?
  • Wie, wo und wann reproduzieren sich die Verflechtungen von Geld und Geschlecht? Wie wird mit der Geschlechterordnung gewirtschaftet?
  • Welche Hoffnungen und Wünsche verbinden sich mit einer Neujustierung von Geld und Geschlecht?

Wir laden Wissenschaftler_innen aus den unterschiedlichen Disziplinen ein, sich am Programm der Veranstaltung mit einem Beitrag zu beteiligen. Wir freuen uns über eine Kurzbeschreibung Ihres 20-minütigen Vortrags. Es ist geplant, einzelne Beiträge im Rahmen des Netzwerkjournals zu veröffentlichen. Bitte senden Sie Ihr Abstract von max. 1 Seite bis zum 13. Mai 2019 an: beate.kortendiek@netzwerk-fgf.nrw.de

Information
Koordinations- und Forschungsstelle des Netzwerks Frauenforschung NRW
Universität Duisburg-Essen
Dr. Beate Kortendiek
Berliner Platz 6-8, 45117 Essen
Tel.: (0201) 183-6134, Fax: (0201) 183-3175
www.netzwerk-fgf.nrw.de

Anmeldung
Die Online-Anmeldung zur Jahrestagung ist ab sofort möglich:

http://www.netzwerk-fgf.nrw.de/no_cache/netzwerk-interaktiv/veranstaltungen/anmeldung/