Call for Papers Tagung „Feministische Friedens- und Konfliktforschung“, 7.- 8. Februar 2019, Koblenz, (Frist: 15.10.2018)

Feministische Perspektiven gehören heute zu den zentralen Blickwinkeln der Friedens- und Konfliktforschung. Als interdisziplinäres Forschungsfeld führt die Friedens- und Konfliktforschung feministische Ansätze u.a. der Politikwissenschaft, Pädagogik, Soziologie, Anthropologie, Sprachwissenschaft und Philosophie zusammen. Diese eint das Ziel, die Rolle von Geschlechtlichkeit im Kontext von Gewalt und Konflikt besser zu verstehen. Themen wie Gendergerechtigkeit, weibliche Perspektiven in und auf internationale Politik, der Einfluss von Konstruktionen von Männlichkeit und Weiblichkeit auf Konflikt- und Friedensdynamiken sowie geschlechtsspezifische Gewalt sind praktisch wie theoretisch von enormer Relevanz. Dies ist insbesondere im Hinblick auf wachsende antifeministische Strömungen der Fall. Auch die normative Agenda, Geschlechtergerechtigkeit zu stärken und Frauen in politischen wie gesellschaftlichen Prozessen zu stützen, hat insbesondere im historischen friedenspolitischen Kontext der Arbeitsgemeinschaft für Friedens- und Konfliktforschung sowie im normativen Flügel der Disziplin ihren Platz.

Wir laden sowohl erfahrene Forscher*innen als auch Nachwuchswissenschaftler*innen und Absolvent*innen ein, ihre Beiträge zu Themen aus dem breiten Spektrum der feministischen und gendersensitiven Friedens- und Konfliktforschung einzureichen. Wir freuen uns sowohl über Beiträge, die klassischen feministischen Fragestellungen nachgehen als auch über Beiträge, die neue und bislang unzureichend erforschte Problematiken aufgreifen. Die angenommenen Beiträge werden am 7.-8. Februar 2019 im Rahmen der Tagung „Feministische Perspektiven der Friedens- und Konfliktforschung“ an der Universität Koblenz-Landau, Campus Koblenz, vorgestellt. Die Tagung wird vom Netzwerk Friedensforscherinnen, den Frauenbeauftragten der Arbeitsgemeinschaft für Friedens- und Konfliktforschung (AFK), der Friedensakademie Rheinland-Pfalz und der Graduiertenschule Genderforschung der Universität Koblenz-Landau veranstaltet.

Die Tagung ist als Work-in-Progress-Workshop angelegt. Dieses Format legt den Fokus primär auf den wissenschaftlichen Entstehungsprozess. Studierende und Forscher*innen sind dazu eingeladen, Panel, Paper und Qualifikationsarbeiten in unterschiedlichen Stadien einzureichen. In parallelen Panels und Breakout-Sessions in verschiedenen Formaten, die dem Entwicklungsstand der einzelnen Projekte gerecht werden, sollen aktuelle Forschungsarbeiten diskutiert und so in kritisch-konstruktiver Weise zu deren Fortschritt beigetragen werden. Ziel der Tagung ist es, den interdisziplinären Dialog sowohl zwischen Nachwuchswissenschaftler*innen als auch mit und zwischen erfahrenen Forscher*innen zu fördern und die Entstehung von Kooperationen zu unterstützen. Die Entwicklung einer gemeinsamen Publikation aus den Tagungsergebnissen ist möglich.

Vorschläge für Panels, Papers und Projektideen werden bis zum 15.10.2018 per E-Mail an genderfrieden@uni-koblenz.de entgegengenommen. Wir ermutigen insbesondere auch junge Wissenschaftler*innen mit noch nicht schriftreifen Forschungsprojekten zur Bewerbung. Die Abstracts sollten einen Umfang von 500 Wörtern nicht überschreiten.

 

Gender Stories – Themen und Theorien literaturwissenschaftlicher Geschlechterforschung, Vorlesungsreihe im Wintersemester 2018/2019, Universität Göttingen

Guten Tag,

wir würden uns freuen, wenn folgende Ankündigung aus dem Göttinger Centrum für Geschlechterforschung an die Mitglieder der Fachgesellschaft Gender geschickt werden könnten:

Gender Stories – Themen und Theorien literaturwissenschaftlicher Geschlechterforschung, Vorlesungsreihe im Wintersemester 2018/2019, montags von 18 – 20 Uhr, Universität Göttingen (ZHG 101)
Die Vorlesungsreihe stellt Themen und Theorien der literatur- und kulturwissenschaftlichen Geschlechterforschung zur Diskussion. Sie fragt u. a nach dem Zusammenhang von Genre und Geschlecht, nach der unhinterfragten Autorschaft, den Bezügen von Gender zu Postkolonialismus oder Medialität. Die hier versammelten Gender Stories verstehen sich als Hommage an rund 30 Jahre feministischer Literaturwissenschaft und literaturwissenschaftlicher Geschlechterforschung.
Link: http://www.uni-goettingen.de/de/ringvorlesung+%22gender+stories%22/593383.html

Beste Grüße

Anny D. Höhne

Göttinger Centrum für Geschlechterforschung (GCG)
Georg-August-Universität Göttingen

Neues Buch / new anthology „The Queer Intersectional in Contemporary Germany Essays on Racism, Capitalism and Sexual Politics“ (Christopher Sweetapple, ed.)

Liebe Kolleg*innen und Freund*innen,
dear colleagues and friends,

gern weise ich darauf hin, dass das neue englischsprachige Buch zu Queer, Kapitalismus, Intersektionalität, Rassismus gerade erschienen ist. Herausgegeben und eingeleitet von Christopher Sweetapple, trägt es den Titel: „The Queer Intersectional in Contemporary Germany Essays on Racism, Capitalism and Sexual Politics“. Es enthält Beiträge von Judith Butler, Zülfukar Çetin, Sabine Hark, Daniel Hendrickson, Heinz-Jürgen-Voß, Salih Alexander Wolter and Koray Yılmaz-Günay.

I like to announce that the new English-language anthology „The Queer Intersectional in Contemporary Germany Essays on Racism, Capitalism and Sexual Politics“, edited and introduced by Christopher Sweetapple, is available now. It concludes contributions by Judith Butler, Zülfukar Çetin, Sabine Hark, Daniel Hendrickson, Heinz-Jürgen-Voß, Salih Alexander Wolter and Koray Yılmaz-Günay.

Christopher Sweetapple (ed.)
The Queer Intersectional in Contemporary Germany: Essays on Racism, Capitalism and Sexual Politics
Sept. 2018, 208 p., 26,90 Euro
For more information see: https://www.psychosozial-verlag.de/2840

Für Rezensionsexemplare wenden Sie sich / ihr euch bitte an: Melanie Fehr-Fichtner, melanie.fehr-fichtner@psychosozial-verlag.de ; For copies to review, please turn to: Melanie Fehr-Fichtner, melanie.fehr-fichtner@psychosozial-verlag.de .

Best regards
Heinz

Betreff: Videomitschnitt der Fachtagung “Innerfamiliäre sexuelle Grenzüberschreitungen / sexualisierte Gewalt” (vom 10.9.2018)

Liebe Kolleg*innen, liebe Interessierte,

am 10.9.2018 fand an der Hochschule Merseburg die Fachtagung „Innerfamiliäre sexuelle Grenzüberschreitungen/sexualisierte Gewalt“ statt (*), die gemeinsam vom Landesjugendamt Sachsen-Anhalt, vom „Mobilen Informations- und Beratungszentrum Sexualisierte Gewalt/Jungen“ und der Hochschule Merseburg organisiert wurde. Der Fokus lag dabei auf sexualisierter Gewalt durch Geschwister. Nun sind die Hauptvorträge als Videomitschnitt verfügbar.

Inhalt der Fachtagung:
Den höchsten Anteil an sexualisierter Gewalt stellt das sexuell übergriffige Verhalten im familiären Kontext dar. Für Außenstehende sind diese Familienstrukturen durch die bestehenden Geheimhaltungsmechanismen schwer einsehbar. Die Wahrnehmung schwieriger familiärer Entwicklungen, von Grenzüberschreitungen, Kindeswohlgefährdungen durch innerfamiliäre sexualisierte Gewalt ist hierdurch erschwert.

Videomitschnitt:
https://www.youtube.com/watch?v=wSiYgr-V-So

Auf dem Youtube-Kanal der Hochschule Merseburg sind auch die Hauptvorträge weiterer Fachtagungen online, u.a. von der Fachtagung „Kinderrechte und Kinderschutz zwischen Anspruch und Wirklichkeit“ (organisiert von DGfPI und Hochschule Merseburg, Dezember 2017).

Liebe Grüße
Heinz-Jürgen Voß

(*) Programmflyer als PDF-Datei: https://www.ifas-home.de/wp-content/uploads/2018/05/Flyer_Innerfamili%C3%A4re_sexuelle_Grenz%C3%BCberschreitung_sexualisierte_Gewalt.pdf

CfP: Generation und Sexualität, Jahrbuch Erziehungswissenschaftliche Geschlechterforschung 16/2020 (Call verlängert bis zum 15.Oktober 2018!)

Generation und Sexualität

hrsg. von Elke Kleinau und Jeannette Windheuser

Was ist aus geschlechtergeschichtlicher und geschlechtertheoretischer Perspektive unter Generation und Sexualität und ihrem Verhältnis zu einander zu verstehen? Wie wurde und wird das Verhältnis von Generation und Sexualität zum Gegenstand und/oder zur Utopie für die Frauenbewegungen und die Pädagogik? Wie beschreibt und analysiert die feministische Theorie – in ihren unterschiedlichen historischen und aktuellen Strömungen – den Zusammenhang von Generation und Sexualität? Welche Entwürfe gehen damit einher? Welchem Wandel unterliegen die Frauenbewegungen, ihre möglichen Nachfolger*innen und das feministische Denken hinsichtlich des genannten Gegenstandes?

Wir laden Sie herzlich ein, sich mit einem Beitrag am Jahrbuch Bd. 16 zu beteiligen. Sowohl für die Beiträge zum Schwerpunktthema als auch für den offenen Teil bitten wir um ein Exposé bis spätestens zum 15. Oktober 2018. Alle weiteren Details finden Sie im ausführlichen Call for Papers (PDF).

Tagungsband „Materialität/en und Geschlecht'“ jetzt online!

Wir freuen uns, Sie auf den  online verfügbaren Sammelband Materialität/en und Geschlecht, herausgegeben von Kerstin Palm, Gabriele Jähnert, Susanne Völker und Sabine Grenz, hinweisen zu können. Dieser basiert auf  Artikeln, die im Open Gender Journal erstveröffentlicht  sind und aus Vorträgen auf der 6. Jahrestagung der Fachgesellschaft Geschlechterstudien an der HU Berlin (2016) hervorgegangen sind.

Der Band ist mit einer DOI versehen und damit sicher identifizierbar und langzeit-archiviert im Repositorium Gender Open. Sie können ihn hier (http://dx.doi.org/10.25595/461) herunterladen.

Mit besten Grüßen,
Kerstin Palm, Susanne Völker, Sabine Grenz, Gabi Jähnert

Neuerscheinung: Fieldwork on High Heels – Eine ethnographische Studie über Hostessen auf Automobilmessen

Liebe Mitglieder der FG Gender,

ich möchte Sie auf das Erscheinen meiner Dissertation hinweisen:
Tanja Kubes 
Fieldwork on High Heels – 
Eine ethnographische Studie über Hostessen auf Automobilmessen 
Bielefeld: Transcript Verlag. ISBN: 978-3-8376-4349-7. 298 Seiten. 39,99 €.
 

Glänzende Fahrzeugneuheiten und sexy Hostessen bilden auf Automobilmessen eine Ausstellungseinheit. Aber warum steht dort neben jedem Auto eine lächelnde Frau? Und wie wirkt sich diese stereotype Schönheitsinszenierung auf das Frauenbild unserer Gesellschaft und das leibliche Empfinden der Akteurinnen aus?

Um einen direkten Zugang zur Messewelt zu bekommen, hat die Autorin selbst als Hostess gearbeitet. Ihre Studie bietet somit eine faszinierende Innensicht auf die heteronormativen Schönheits-, Körper-, Macht- und Inszenierungspraxen während der Messe, indem sie multisensorische, autoethnographische Erfahrung mit leitfadengestützten Interviews und Techniken der Medienanalyse methodisch kombiniert.

Link zur Verlagsseite, zur Leseprobe und zum Autorinneninterview:
Herzliche Grüße
Tanja Kubes

Ankündigungen aus dem Göttinger Centrum für Geschlechterforschung

Guten Tag,

wir würden uns freuen, wenn folgende Ankündigungen aus dem Göttinger Centrum für Geschlechterforschung an die Mitglieder der Fachgesellschaft Gender geschickt werden könnten:

„Major!“ – Ein Filmabend, 13.09., 20 Uhr, Kino Lumière
Im Rahmen der 10th European Feminist Research Conference wird der Film „Major!“ über das Leben der Schwarzen trans Aktivistin Miss Major gezeigt.
Link: http://www.uni-goettingen.de/de/rahmenprogramm+der+10th+european+feminist+research+conference/592865.html

„Die potente Frau“ mit Mithu Sanyal und Svenja Flaßpöhler, 13.09, 21 Uhr, Altes Rathaus
Svenja Flaßpöhler, Chefredakteurin des Philosophie Magazins, stellt im Gespräch mit Mithu Sanyal ihr neues Buch vor. Eine Kooperation zwischen GCG, 10th European Feminist Research Conference und Literarischem Zentrum.
Link: http://www.literarisches-zentrum-goettingen.de/programm/2018-2/hauptprogramm/svenja-flapohler/

„Reflections unheard“ – Film- und Diskussionveranstaltung, 14.09., 20 Uhr, ZHG 011
Der Dokumentarfilm „Reflections unheard: Black women in civil rights“ wird im Beisein der Dokumentarfilmerin Nevline Nnaji gezeigt. Im Anschluss gibt es die Möglichkeit mit ihr zu diskutieren.
Link: http://www.uni-goettingen.de/de/rahmenprogramm+der+10th+european+feminist+research+conference/592865.html

CfA: Gender Thoughts des GCG, Frist: 01.10.
Die Working Paper Series „Gender Thoughts“ wurde 2016 gegründet und bietet ein innovatives Forum für Nachwuchswissenschaftler_innen. Interessierte werden um die Einsendung eines Abstract (deutsch oder englisch) von max. 300 Wörtern gebeten.
Link: http://www.gendered-thoughts.uni-goettingen.de/

Beste Grüße
Anny D. Höhne

Göttinger Centrum für Geschlechterforschung (GCG)
Georg-August-Universität Göttingen

Call for Papers für die Erstausgabe des neuen „Journal of Bodies, Sexualities, and Masculinities“

Liebe Kolleg*innen,
hier ein Vorschlag für eine Weiterleitung – Call for Papers für die Erstausgabe des neuen „Journal of Bodies, Sexualities, and Masculinities“. Einreichung von Artikeln für die Erstausgabe wird nach meiner Information bis spätestens März 2019 nahegelegt.
Herzliche Grüße,
Thomas Viola Rieske